Für Menschen, denen die jährliche Weihnachts-Popsong-Parade am Allerwertesten vorbeigeht und sich schon immer alternative Weihnachtssongs wünschten, ist dies hier das absolut prächtigste Weihnachtsgeschenk.
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Zwischen Ambient, Noise, Jazz, Metal, Electronica und Avantgarde. Kritiken über starke Musik jenseits algorithmischer Beliebigkeit.
Wyatt E. schreibt den Soundtrack einer Pilgerfahrt ins neubabylonische Reich. Eine Reise in die Vergangenheit, die zu alten Göttern, vergessenen Städten und untergegangenen Zivilisationen führt.
2015 erregte ihre Debüt-EP „Mount Sinai/Aswan“ die Aufmerksamkeit von Shalosh Cult, einem israelischen Label, das 2017 ihr von der Kritik gefeiertes Debütalbum „Exile to Beyn Neharot“ veröffentlichte.
Seitdem hat sich Wyatt E. von einer Band, die anonym bleiben wollte, zu einem hochgeschätzten Live-Act in Europa und Israel entwickelt: Desert Fest Antwerpen, Stoned from the Underground, Smoke over Warsaw, Tales of Doom Basel, Bristol Psych Fest, Red Smoke Festival, Under the Doom Lisbon, Mount Of Artan, Dour Festival, Electric Meadow, …
Ihr zweites Album "āl bēlūti dārû" besiegelt die lang erwartete Rückkehr der Band.
āl bēlūti dārû („Die ewige Stadt“ in akkadischer Sprache) enthält zwei 19-minütige Tracks, die von Doom-Godfather Billy Anderson (Sleep, Om, Melvins, …) gemischt und von Justin Weis bei Trakworx gemastert wurden.
Die Komposition des Albums resultiert aus einem herausfordernden Einsatz von Techniken und Instrumenten, die die Band noch nie zuvor verwendet hat: Saxophone, Saz, ein ungewöhnlicher Einsatz von Stimmen, Effekten und Percussions. Zwei Drumkits wurden während des größten Teils des Albums gleichzeitig aufgenommen, um eine Art chaotische Vibration zu erzeugen, die von einer riesigen Menge zu kommen scheint.
Mit diesen betörenden und den Hörer in eine Trance ziehenden Klänge vertonen Wyatt E. in perfekterweise eine phantsatische Reise nach Babylon.
Für Fans instrumentalen Drone-, Post- oder Sludge-Rocks ist dies eine absolute Top-Empfehlung.
Pete Barnes war jahrelang als Gitarrist/Songwriter der niederländisch-britischen Ambient-Trip-Rockband Alcuna Wilds aktiv. Leider löste sich Alcuna Wilds auf, sodass sich Barnes – nachdem er sich von einem Fahrradunfall erholt hatte – auf ein neues musikalisches Soloprojekt konzentrieren konnte. Thistle Sifter widmet sich dem instrumentalen Ambient-Post-Rock.
Barnes war nach seinem schweren Fahrradunfall im November 2020 ans Bett gefesselt. Die darauf folgende Zeit lieferte die Inspiration für das, was A Spectral Moon werden sollte, ein Album, das auf den Auswirkungen des Unfall beruht. In den Augenblicken vor einem Zusammenstoß versperrte ein entgegenkommender Radfahrer Barnes den Weg wie ein Kaninchen im Scheinwerferlicht. Der Track ist von diesen Ereignissen inspiriert.
In den einzelnen Tracks schwingt eine gewisse Wehmut mit, jedoch ohne Wut auf den Mitbeteiligten des Unfalls, sondern einfach als erzählende Komponente der Ereignisse.
Trotz der tragischen, autobiografischen Hintergründe lädt die ruhige, getragene und cinematisch-musikalische Erzählweise Barnes zum Träumen ein und nimmt den Hörer mit auf Reisen in andere Dimensionen.
Für Fans des ruhigen, ambientorientierten Postrocks ist diese Scheibe ein absoluter Geheimtipp.
2020 gegründet, startete das Liverpooler Künstlerkollektiv von Police Car Collective in 2021 nach einem Airplay bei BBC Radio 1 und Radio X in UK absolut durch. Ihr Mix ihrer Debüt-EP erinnerte an eine Mischung aus Joy Division, The Smiths und weiterer Indie-Größen der 1970er und 1980er. Viele sahen in ihnen die modernen The Smiths.
Mit ihrer zweiten EP "Money Machine" beweisen die Kreativköpfe, dass sie ihre Wurzeln nicht nur im Post Punk und Indie Großbritanniens sehen, sondern zeigen, dass sie auch mit Größen anderer Musikgenres groß geworden sind. Das Mini-Album referenziert hier im Wesentlichen auf Kanye West, The Black Eyed Peas und auch auf die triphoppigen Massive Attack und an verschiedenen Stellen an Arrested Development, wie in "In Case You Forget".
Für jemanden, der mit Hip Hop nicht wirklich viel anfangen kann, ist dieses Mini-Album trotzdem spannend, da es zeigt, welche verschiedene Wege ein Künstlerkollektiv innerhalb kürzester Zeit einschlagen kann und welche Wege es in der nächsten Zeit einschlagen wird und mit welchen Überraschungen sie zukünftig aufwarten werden.
Der belgische Produzent, Sänger, Songwriter, Regisseur und Modedesigner Stromae hat mit seinen Hits „Alors On Dance“ (alleine in Deutschland: 5fach Gold und Direkteinstieg auf Platz 1 der Singlecharts, dort hielt er sich über 1 Jahr lang) und „Papaoutai“ sowie seinen zwei Alben „Cheese“ und „Racine Carrée“ mit über 5 Millionen weltweit verkaufter Alben längst weltweiten Superstar-Status erreicht.
Neun Jahre nach seit seinem letzten Album "Racine Carrée" erscheint nun sein drittes Album. Zwischen den beiden Alben liegen musikalische und persönlich evolutionäre Welten. Die persönliche Entwicklung durch die Geburt seines Kindes und einiger depressiver Episoden, die ihn an einem Weiterso seiner musikalischen Karriere zweifeln ließen, haben sich auch in seiner musikalischen Entwicklung niedergeschlagen.
Waren seine Texte vorher schon mit satirischen Wortspielen gespickt, so sind seine Texte auf dem neuen Album noch viel kritischer zu sehen. Musikalisch entfernt sich Stromae weiter von seiner erfolgreichen Karrierestartbahn, dem durch französischen Sprechgesang verfeinerten DaneHall mit Houseeinschlägen hin zu Pop mit Weltmusikeinflüssen, wie kubanischen Rhythmen, die an den Buena Vista Social Club erinnertn oder auch arabisch anmutende Klänge. Ebenso verstärkt Einfluß nimmt wohl auch der belgische Chansonier Jacques Brel, der in seiner eigentümlichen Art und Weise Wut und Verzweiflung zum Ausdruck bringen konnte.
Stromae ist es gelungen den Weg weg von seinem vermeintlich öberflächlichen DanceHall hin zu "ernsthaftem" ArtPop mit Weltmusikeinfluss zu gehen und zu Recht die Attrribute "Europas faszinierendsteer Popstar" (piegel), "Meister der Performance" (Zeit) oder "Musiker für seine Zeit" (New York Times) verdient.
Nach der Veröffentlichung ihres vierten Studioalbums „Surrender“ aus dem Jahr 2020 bieten Dead Lord den Fans auf ihrer neuen EP „Dystopia“ einen erfrischenden Vorgeschmack auf den rebellischen, schnörkellosen Hardrock der Band. Fast ein Jahrzehnt nach ihrem Streben als Verfechter des geradlinigen Rock n’ Roll der Thin Lizzy-Ära, genießt „Dystopia“ die Gelegenheit, seinen Absichten früh und oft Gehör zu verschaffen. Jeder Song auf der 6-Track-Affäre, die eine Mischung aus Coverversionen und „Surrender“-Schnitten ist, verfolgt seine eigene einzigartige Herangehensweise an eigene Songs und Klassiker.
„Dystopia“ ist sowohl eine Fortsetzung als auch ein abschließendes Kapitel der „Surrender“-LP und setzt mit seinem Eröffnungs-Titeltrack, der auch das Album abschloss, genau dort an, wo diese Platte aufgehört hat. Songs wie „Sleeping My Day Away“ und „Ace In The Hole“, ursprünglich von D-A-D bzw. Winterhawk, entschuldigen sich nicht für seine Old-School-Neigungen, heulen und schlendern mit Überschwang, der schließlich zu härterer Action wird. Krim und sein Gitarristenkollege Martin Nordin halten die Klanglandschaften auf „Moonchild“ (Rory Gallagher) und „Hands Down“ (Moon Martin) dynamisch, wobei Krim allerdings stimmlich nicht an das unübertroffene Original eines Gallagher herankommt.
Für Fans von Dead Lord und für alle Anhänger des gepflegten Classic-Rocks ist die Scheibe, auch wenn es nur eine EP mit Coverversionen ist, ans Herz gelegt. So können Klassiker neu interpretiert ins Ohr gelangen.
Ghost waren immer schon angelegt als Projekt mit viel Theatralik und entsprechendem Pomp im Umfeld.
Vier Jahre nach dem letzten Studiooutput firmiert Tobias Forge als "Papa Emeritus IV" und bringt mit seinen namenlosen Ghuls ein Album in perfektem Classic-/Stadion-Rock-Gewand auf den Markt.
„Wir erbauen unser neues Imperium aus der Asche eines alten“ – mit diesen Worten kündigt die GRAMMY-prämierte, schwedische Instanz der theatralischen Rockmusik, GHOST, die bevorstehende Veröffentlichung ihres fünften Studioalbums, IMPERA, an. Hier wird nicht gekleckert, sondern geklotzt. Es werden Referenzen an die Größen des 1970er und 1980er Classic- und Stodion-Rocks gepflegt und ins Hier und Jetzt transportiert.
Bands wir Foreigner, Toto, KISS und auch mal Bon Jovi, Europe geben sich in Anleihen die Klinke in die Hand ohne jedoch den Charakter der Album-Vorläufer von Ghost zu verfälschen oder zu zerstören.
Musikalisch hat sich Tobias Forge an den Saiten eine schwedische (Progressive) Rock-Ikone mit ins Boot geholt: Fredrik Åkesson von Opeth. Produziert wurde das Album wie bereits beim Vorgänger von Klas Åhlund.
Nachdem der Vorgänger, das 2018 für das beste Rock-Album mit einem GRAMMY nominierte Prequelle, im 14. Jahrhundert und zur Zeit der europäischen Pest-Pandemie angesiedelt war, sehen sich Ghost mit IMPERA wortwörtlich hunderte von Jahren in der Zeit nach vorn katapultiert. Das Ergebnis ist das ambitionierteste und textlich prägnanteste Werk in Ghosts Album-Kanon: Im Verlauf des 12-Song-Zyklus‘ von IMPERA, entstehen und vergehen Imperien, betreiben Möchtegern-Messiasse ihre (gleichermaßen monetär wie spirituell motivierten) Hype-Marktschreiereien und werden Prophezeiungen gemacht, während das Firmament mit Himmelskörpern von göttlicher und menschgemachter Natur erfüllt wird.
Das gegenwärtigste und tagesaktuellste thematische Ghost-Album bislang spielt sich vor einem hypnotischen, düster-bunten melodischem Hintergrund ab, was IMPERA zu einem unvergleichlichen Hörerlebnis macht, welches jedoch immer noch unverkennbar Ghost ist.
Einer wurde von The Guardian als „eine der vitalsten Stimmen des Hip-Hop“ gefeiert; der andere ist einer der gefragtesten Produzenten und Songwriter der Americana-Welt mit zwei GRAMMY Awards. Auf dem Papier scheinen Yelawolf und Shooter Jennings nicht die offensichtlichste Kombination zu sein, aber hört euch das selbstbetitelte Debüt des Duos als „Sometimes Y“ an und ihr werdet schnell verstehen, dass ihre Chemie tatsächlich so berauschend wie unerwartet ist.
Aufgenommen im Herzen eines turbulenten Sommers, der von sozialen und politischen Umwälzungen geprägt war, ganz zu schweigen von der globalen Pandemie, die fast das gesamte Projekt zum Erliegen brachte, verschmilzt das Album vergangene und zukünftige Klänge, um ein alternatives Universum zu beschwören, in dem David Bowie Frontmann von Thin Lizzy oder Axl Rose mit The Cars sang. Die Songs auf „Sometime Y“ machen ebenso süchtig wie sie unvorhersehbar sind, sie mischen 80er-Bombast und Arena-Rock-Energie mit Country-Ernsthaftigkeit und Hip-Hop-Prahlerei, und die Darbietungen sind ebenso aufregend, angetrieben von der unbestreitbaren Chemie und unbändigen Freude des Paares. Jennings‘ Produktionsarbeit ist üppig, aber nie übertrieben, und Yelawolfs Texte sind absolut fesselnd und setzen sich einfühlsam mit Zielstrebigkeit und Ausdauer, Kampf und Triumph, Schmerz und Transzendenz auseinander. So schwer sich das Album manchmal anfühlen kann, es ist letztendlich ein Werk der Befreiung und eine ekstatische Erklärung kreativer Freiheit, angetrieben von Abenteuer, Entdeckung und genau der richtigen Menge Chaos.
Die Songs sprühen vor Energie, Spielfreude und Enthusiasmus, etwas Einzigartiges entstehen lassen zu wollen. Der Mix der verschiedensten Stilrichtungen macht tierisch Laune und wird nie langweilig. So muss moderne, eingängige, radiotaugliche Rockmusik klingen.
Mit über 7 Millionen Followern auf seinen Plattformen ist Scotty Sire ein vollendetes Multi-Bindeglied. Er ist ein Aufnahmekünstler und digitaler Schöpfer und ein echtes Generation Z-Talent. Sein zweites Studioalbum „What’s Going On“ wurde im September 2019 veröffentlicht und landete auf Platz 9 der iTunes Pop Charts. Es folgte eine Headliner-Tour durch 30 Städte in Partnerschaft mit Live Nation. Seine einzigartige Mischung aus alternativem Pop und Hip-Hop hat einen Sinn für Humor und ist gleichzeitig unerwartet ironisch und nachdenklich. Scottys Musik versteht und erforscht die (soziale) Angst, Depression und andere psychische Gesundheitsprobleme, die in der heutigen Kultur junger Erwachsener weit verbreitet sind.
Das Album besticht durch eingängige Sounds, geschmeidiges Songwriting, was die Tracks zu überaus moderner Popmusik formt, die in keinster Weise den absoluten Größen wie Justin Timberlake, Ed Sheeran oder Robin Thicke. Das ganze wird mit einer Prise modernem Emocore gemixt.
Was dies zu einem modernen Popalbum macht, ist aber auch ein Schwachpunkt. Es ist in vielerlei Hinsicht beliebig und bedient den radiotauglichen Mainstream ohne viele Ecken und Kanten.
Von Reisen bis zu nächtlichen Wanderungen trägt Tanidual auf dem neuen Album "Alignement" eine schwebende Welt vor, die von einer kontemplativen elektronischen Musik getragen wird, die sich mit Weltmusik-Farben, Hip-Hop- und Jazz-Einflüssen vermischt.
Der Trompeter übernimmt die Kontrolle über den Mix und hypnotisiert uns mit akustischen Beats, die von einer indonesischen Flöte und dem warmen Klang seiner Trompete sublimiert werden.
Wer offene Ohren für eine Mischung aus elektronischem Ambient, Darkjazz und experimenteller Musik hat, der ist hier gut aufgehoben. Tanidual schafft Klangwelten, die sich von allen Koneventionen löst und Neues schafft. Das Label Atypeek macht mit diesem Künstler seinem Namen alle Ehre und zeigt wieder mal auf, wo und wie Musik wirkt.
Seit 27 Jahren tummelt sich Roine Stolt mit seinen Blumenkönigen im Progressive Rock Pool und veröffentlicht nunmehr mit "By Royal Decree" sein 15. Studioalbum.
Nach den letzten beiden eher schwächeren Studioalben "Waiting for Miracles" (2019) und "Islands" (2020) schafft es Roine Stolt mit seinen Bandkollegen endlich wieder zu alter Stärke in ihrer kreativsten, blumigsten und verspielt/skurrilsten Form – sie spiegeln den Schmelztiegel aus Folk, Symphonik, Elektronik, Jazz, Blues, Funk und 70er-Prog wider. Die Texte entstanden natürlich und möglicherweise mit mutiger Ehrlichkeit, sei es am Ausgangspunkt von „Reality“, dem unheimlichen „Moth“, oder den lebensbejahenden „Revolution“ und „A Million Stars“.
Die Türen der Kreativität und die „Alles geht“-Mentalität, die die Beatles zwischen 1966 und 1969 öffneten, dienen als starker Einfluss auf „By Royal Decree“, und das Album ist erfrischend frei von jeglichem Metal-Riffing oder dem Ziel, auf "Hit"-Singles abzuzielen. Die Sounds, nach denen die Band suchte, waren eher organisch als konservativ, um der Compliance willen. Letztendlich entschieden sie sich für eine aufrichtige Liebe zu gut gespielten Instrumenten, die sowohl auf der Platte als auch auf der Bühne zum Leben erweckt werden.
Hierbei haben sich die in den letzten Jahren durchgeführten Bandumstellungen mit Zach Kamins an den Tasten und Mirko DeMaio an den Fellen wunderbar ins Bandspektrum integriert. Eine weitere bedeutende Änderung ist, dass Gründungsmitglied Michael Stolt nach mehr als zwei Jahrzehnten zurückkehrt, um Bass und Gesang beizusteuern, und sich die Aufgaben mit dem derzeitigen Bassisten Jonas Reingold teilt. Als er über die Wiedervereinigung mit seinem Bruder im Aufnahmeraum spricht, fügt Roine hinzu: „Es ist großartig, wieder mit meinem Bruder als Bassist in Kontakt zu kommen – ja, wir sind Brüder im familiären Sinne – aber wir sind auch ‚Brüder‘ in unserer Jugend jahrelange Reise, um Bands wie Yes, Genesis, Zappa, King Crimson, Weather Report usw. zu erkunden, so dass die Bezugspunkte offensichtlich sind. Wir kennen beide den musikalischen Weg des anderen so gut, dass wir auch wissen, wohin die Reise geht.“
In dieser Konstellation und mit dem Ideenreichtum eines Roine Stolt werden uns die Flower Kings noch den ein oder anderen musikalischen Blumenstrauß schenken.
Wahnschaffes neues Mini-Album "Bumm Bumm Bumm Bumm" lässt Momentaufnahmen ihrer emotionalen Reise musikalisch Revue passieren. Sie ging auf die Suche, öffnete sich ihren Gefühlen und schwamm sich vehement frei – auch wenn das bedeutete, Menschen vor den Kopf zu stoßen. Erst der pandemiebedingte Stillstand und die abrupte Pause vom Tourbetrieb hatten der Kölner Musikerin den Raum geboten, in sich hineinzuhorchen. "Wie geht’s mir eigentlich?" lautete die Frage, mit der auch schon der Grundstein der EP gelegt war. Die Antwort liefern fünf neue Songs, die genügend Aufbruchsstimmung in sich tragen, um auch ihren Hörer:innen einen ordentlichen Schub zu verleihen – vom zerrissenen »Vermisse« über das aufgekratzte "Heiße Luft" bis hin zum nachdenklich-balladesken "Schattenspiel". "Es geht darum, zu sich zu stehen", erzählt Wahnschaffe. "Sich und sein Herz in seiner Gänze zu zeigen und nicht nur die Schokoladenseiten. Das kann manchmal ganz schön blutig und brutal sein, weil man sich so verletzlich macht."
"Bumm Bumm Bumm Bumm" ballert aber weder blind um sich, noch suhlt es sich theatralisch im Dilemma. Viel besser: Es serviert mit Gefühl und technischer Finesse arrangierte, soulige Deutschpop-Songs, die den vertrauten Sound der 90er-Jahre atmen und dem Groove von Gruppen wie TLC und Destiny’s Child Tribut zollen. Zugleich zelebriert die EP aber auch auf ganz frische, knackige Art das Jetzt. Denn jetzt ist die Zeit, in der Wahnschaffe ihr Leben neu entdeckt, das Ruder in die Hand nimmt und auch musikalisch neue Kräfte freisetzt, ohne sich dabei Grenzen zu setzen. Eine One-Woman-Show ist die Platte aber nicht: Hinter Wahnschaffes Songwriting steckt ein eingeschworenes Duo aus Sophia und Hanna – zwei Freundinnen, die sich schon seit Teenie-Tagen kennen und mit dem energiegeladenen "Bumm Bumm Bumm Bumm" jetzt ihre bislang mutigste musikalische Reise angetreten haben.
Selten wurde soulige R'n'B-Mucke aus Deutschland so intensiv und gefühlvoll präsentiert ohne in Schmalz zu baden. Das Kopfwippen und Mitswingen stellt sich beim Hörer umgehend schon beim ersten Track an ud zieht sich durch das gesamt Minialbum.
Seit 2007 tummelt sich der Metal-Dreier im Genre und hat sich zwischenzeitlich einen hervorragenden Ruf als melodische Todesmetaller gemacht.
Mit ihrem fünften Studioalbum "Doomsday" beweisen sie, dass sie zum einen ein feines Händchen für Songwriting besitzen und sich auch noch einen eigenen, festen Platz im Genre erspielt haben. Zum einen sind die Tracks eingängig, zum anderen aber auch so abwechslungsreich und komplex, wie es kaum andere Bands in der melodischen Death Metal Schublade schaffen.
Die Band, die in Bezug auf den Studio-Output in einem rasanten Tempo operierte und in den letzten Jahren mit Künstlern wie Obituary, At The Gates, Morbid Angel und Insomnium unterwegs war, hatte Mühe, mit ihren eigenen Ambitionen Schritt zu halten. Als Kräfte, die sich ihrer Kontrolle entziehen (wie eine durch das Coronavirus verursachte globale Pandemie), ihnen keine andere Wahl ließen, als eine Pause einzulegen, war das Ergebnis letztendlich eine dringend benötigte Pause, die es ihnen ermöglichte, sich zurückzusetzen und aufzuladen. „Ehrlich gesagt ging uns die Puste aus, bevor wir mit dem Songwriting (für ‚Doomsday‘) begannen. Mit dem letzten Album waren wir viel unterwegs. Wir waren ständig „on fire“ mit Job, Familie und Hobbys – und brauchten vielleicht die anschließende Zwangspause. Wir wollten uns das nicht eingestehen, aber frustriert von der Zwangspause haben wir die Instrumente für viele Wochen in die Ecke gestellt. Auch wenn das keine bewusste Entscheidung war, so war es doch eine sehr gute, denn irgendwann hatten wir wirklich Lust, ein neues Album zu schreiben und wieder live zu spielen!
Auf „Doomsday“ greifen Deserted Fear nach immersiven Klanglandschaften und unversöhnlichen Thrash-Attacken mit einem Selbstvertrauen und einer Souveränität, die normalerweise erfahrenen Headlinern auf Arena-Niveau vorbehalten sind. Ein erschütterndes Gothic-Intro leitet den Weg in die Eröffnungssalve des Albums, „Part Of The End“, ein. Der Track bereitet den Tisch für die bisher unerschrockenste und durchsetzungsfähigste Studioarbeit der Band und ist ein lebendiges Pulverfass aus unerbittlichem Shredden, den erdbebenartigen Beats von Schlagzeuger Simon Mengs und dem himmeldurchdringenden Heulen von Frontmann/Gitarrist Manuel Glatter. In der Tat wäre es nachlässig, Tracks wie „Idols Of Triumph“ und „Follow The Light That Blinds“ zu hören und sich nicht vom Geist der Eroberung und des ungezähmten Kampfes überwältigt zu fühlen.
Mit Kvelertak verbinden die meisten rohen, ungeschliffenen HC-Metal-Sound mit doch feinen Melodien. Doch was Beachhead in Form der beiden Kvelertak-Protagonisten Marvin Nygaard und Vidar Landa mit ihren beiden Bandkollegen Børild Haughom (Gesang/Merch) sowie Espen Kvaløy (Drums) hier abliefern ist feinster Power-Pop oder vielleicht auch Brit-College-Pop/Rock oder wie man diese Collagen nennen soll.
Mit dem neuen, zweiten Album "II", das von Frode Strømstad (I Was A King, The No Ones) produziert wurde, präsentiert der Vierer aus Norwegen Songs, die ein paar feine Power-Pop-Reste verarbeiten, die aber vor allem eine Liebeserklärung an frühe Melodic-Punk-Tracks, Brit-Pop- und US-amerikanisch geprägte College-Rocksongs sind. Die Reminiszenzen an R.E.M., Lemonheads, Oasis sind unüberhörbar. Aber auch Stilelemente von Martha And The Muffins oder The Proclaimers luken hier und da um die Ecke. Allerdings sind es immer nur Andeutungen und Verbeugungen vor den "Vorbildern", nicht bloß Aneinanderreihungen von Kopien, sondern ganz eigenständige Kompositionen, die die "guten, alten" Sounds in die Gegenwart transportieren.
Wie formulierte es die Band: "Wir brachten mehr Punk-Mentalität in dieses Album, aber am Ende klang es mehr nach Indie-Rock. Der Song „Change“ ist ein gutes Beispiel – er begann als Versuch, einen Song von Johnny Thunders zu machen, klang aber am Ende eher wie R.E.M."
Der Großteil des Albums wurde live aufgenommen, wobei die Band ihren Ideen treu geblieben ist und anstatt die Ideen aufzubauschen, blieb man reduziert und linear. Einige der Demo-Aufnahmen schafften es tatsächlich bis in den endgültigen Mix - vielleicht auch, weil es unmöglich war, Marvins Shaker aus Klopapierrollen und "Uncle Bens Original" Reis nachzubauen.
Diesem Album tropft der Spirit der späten 1980er und frühen 1990 Jahre aus jeder Pore und bringt all das in die Gegenwart. Anything goes. Ungezügelter Postpunk, Wave-Rock, Mathrock, Noiserock, Indie, Pop, Dancefloor-Punk… Zehn Songs, die aneinander gereiht das Debut Album von ISOSCOPE ergeben und trotzdem aus einem Guß klingen.
Bei dieser Zusammenstellung bleibt kein Stein auf dem anderen: melancholisch eingängige Indie-Popsongs ("The Beach"), die entfernt nach Siouxsie & The Banshees klingen treffen auf noisiges Gitarrengeschraddel ("In The Abscence") treffen auf hardcoriges Henry-Rollins-Gebrüll ("Starting A Fire"). Dazwischen klingen punkige und postpunkige Töne an, verschmelzen dann wieder zu psychedelischem Rock.
Seit knapp drei Jahren sind ISOSCOPE aktiv und statt auf der Bühne zu wachsen, wurden sie wie viele andere vom Virus in den Proberaum gedrängt, was ihre Vielseitigkeit und die Freude am Experimentieren scheinbar befeuert hat. Jeder Spotify-Algorhythmus muss hier kläglich versagen. Spontan und grenzenlos bewegt sich das internationale Berliner Quartett – zwei Frauen, zwei Männer - zwischen Genres und Stilen. DIY wird großgeschrieben und vom Aufnahmeprozess über das Artwork bis zu den Videos wird gerne alles selbst gemacht und in Netzwerken organisiert.
Die Band zählt übrigens auch zu den Gründern des Berliner Grrrl Noisy Kollektiv, das u.a. durch die befreundeten 24/7 Diva Heaven schon bekannter geworden und kultur-politisch aktiv ist und Lobbyarbeit für Frauen in der Musiklandschaft macht.
Frisch, neu, jung, wild, spannend.“Ten Pieces” ist ein wahnsinnig aufregendes Album, das uns großen Spaß bereitet und am 04.März 2022 als CD und am 08. April als LP erscheinen wird!
Cary präsentierte am 11. Februar ihre neue EP "Dialog".
Vier Songs, die sich um Einsamkeit, Depression, unerfüllte Sehnsüchte drehen. Alles gekleidet in den modernen HipHop mit R'n'B-Bruchstücken, teilweise durch Vocoder verzerrte Stimme. Aber genau hier liegt das Problem der EP: so sehr sie versucht kompromisslose Ehrlichkeit („Meine Lebensaufgabe ist es, Real zu sein. Ich will überall genau so sein können, wie ich bin.“) nach außen zu tragen, so sehr ist der Versuch dem ganzen ein modernes Outfit zu verpassen gescheitert.
iIm Track „Swipe (lovelovelovelovelovelovelove)“ erzählt CARY von dieser unerfüllten Sehnsucht nach etwas Realem in einer Welt voller Egos und Blender. Doch leider fühlt sich diese EP genau so an: SWIPE bzw. SKIP.
Vier Jahre lang hat der ehemalige Sänger von SEA + AIR an seinem Solo-Debütalbum gefeilt. Im Stillstand der Krise fand Daniel Benyamin aller Existenzangst zum Trotz Inspiration - So gelang es ihm sich, losgelöst von jeglichem Druck von außen, seiner eigenen Neuerfindung und der Fertigstellung von Eral Fun zu widmen.
Entstehen konnte das erste Album einer Pentalogie über sich anziehende, gegensätzliche menschliche Zustände. In elf Bildern liefern sich Leichtigkeit und Melancholie ein Gefecht, in dessen Eifer die Dissonanz zwischen Spaß und Verlust, Freude und Tod behandelt und mit neu gefundener emotionaler Wucht und Tiefe vorgetragen werden, sich die Zuhörenden verlieren und zugleich das Gefecht gewinnen können.
Die multiinstrumentale Spielfreude und das epochale Songwriting, mit denen er Indie-Hits wie Do Animals Cry? oder The Heart Of The Rainbow schrieb, entwickelt Daniel Benyamin hier konsequent weiter, anspruchsvoll und eingängig zugleich. Mit Old School-Keyboardklängen, atmosphärischen Gitarren, futuristischem Schlagzeugspiel und der Klarheit und Vielschichtigkeit seines Gesangs öffnet er ein neues Kapitel - Nach Ghost Pop war es an der Zeit, sich wieder ein eigenes Genre auszudenken: Inspiriert von den Naive Artists Anfang des letzten Jahrhunderts nennt er es Naive Music.
Mit Eral Fun spielt Daniel Benyamin musikalisch ganz oben in der Pop-Liga. Seine Songs klingen nach den "alten" Coldplay gemischt mit dem poppigen Steven Wilson, einer gewissen (musikalischen) Morrissey-Attitüde und hier und da klingen Reminiszenzen an die Synth-Pop-lastigen 1980er von Visage oder Midge Ure an und hier und da winken auch mal Massive Attack aus der Ferne. Das klingt zwar alles durch, aber in einer Art, die nicht kopiert, sondern etwas neues kreiiert.
So muss moderne, internationale Popmusik klingen!
Cosmic Death Metal entstand im Herbst 2011 und initiierte BLOOD INCANTATION, die das letzte Jahrzehnt damit verbracht haben, sich einen Ruf für die Schaffung von kraftvollem, atmosphärischem Death Metal mit progressiven Elementen zu erarbeiten, während sie mit jeder neuen Veröffentlichung nach und nach mehr Psychedelic- und Ambient-Komponenten einbeziehen. Der unvermeidliche Höhepunkt dieser zunehmend explorativen Exkursionen wurde schließlich im Sommer 2021 erreicht und in den World Famous Studios in Denver, Colorado, erneut auf Analogband festgehalten.
Diese neue Aufnahme verkörpert ihre kosmische Essenz und experimentelle Natur und offenbart eine alternative Dimension, um das bewusstseinsverändernde Songwriting der dichten und jenseitigen Klanglandschaften von BLOOD INCANTATION zu erleben: Jenseits der Grenzen des Genres und frei, zwischen den Sternen zu reisen.
Die Band hat alle Metal-Elemente aus ihren Kompositionen entfernt und ein reines Ambientalbum präsentiert, das schon fast an die Kosmische Musik von Tangerine Dream, Popol Vuh, Ashra Tempel oder Klaus Schulze erinnert.
Hier zeigen Todesmetaller, dass sie nicht nur niederknüppeln können, sondern phantastischen Klanglandschaften erschaffen können.
In Progressive Rock Kreisen gilt Neal Morse als songwritender Fließbandarbeiter, der oftmals den Stempel "Mor(s)e of the same" aufgedrückt bekommt. Abgesehen davon ist er ein begnadeter Songschreiber, der genau dies mit seinem neuen Projekt erneut unter Beweis stellt und sich weg von seinem allzu oft bemühten Arangement-Baukasten bewegt.
Während der tristen Pandemiezeit schrieb Mose an Songs, die nicht dem klassischen Progressive Rock zuzuordnen sind und nichts mit seiner "Inner Circle"-Missionarstätigkeit zu tun haben, sondern inspiriert scheinen von der Pet Sound Ära der Beach Boys, mit einem Country-Schlag CSN&Y.
Die mehrstimmigen Satzgesängesind sind ausnahmsweise nicht geprägt durch Morse's charismatisches Organ, sondern durch die wunderbaren Harmonien und das perfekt austarierte Gleichgewicht zwichen den Stimmen von Morse's ehemaligem Spock's Beard Weggefährten Nick D'Virgilio und Haken-Frontmann Ross Jennings.
Die entstandenen Chöre machen teilweise den bisherigen "Beach Boys" der Prog-Szene, den Moon Safaris aus Schweden ordentlich Konkurrenz.
Wie Neal betont: „Während die Songs musikalisch eher einfacher sind und mehr Akustikgitarren haben, gibt es im endgültigen Mix eine Menge Instrumentierung. Ich denke, die Leute werden es genauso mögen, wie so viele Fans „June“ von Spock’s Beard lieben. Das meiste, worum es bei diesem Album geht, sind die Songs, die Stimmung und die Gesangsmischung – und ich bin SO glücklich damit!“
Kryptograf sind zurück mit ihrem zweiten Album The Eldorado Spell, das am 25. Februar auf Apollon Records veröffentlicht wird.
Old School Heaviness aus Bergen, Norwegen - und diesmal wird mehr Wert auf Psychedelic gelegt!
Nach dem Erfolg ihres selbstbetitelten Debütalbums aus dem Jahr 2020 führt Kryptografs zweites Album mit dem Titel The Eldorado Spell alles noch weiter zurück in die 70er Jahre.
Ein bisschen weg vom Proto-Metal der frühen Black Sabbath, hin zum eher psychedelischen Rock der frühen Black Sabbath. Das trifft das neue, zweite Album "The Eldorado Spell" der Norweger.
Dass die Skandinavier wert auf griffige Melodien, Riffs und fette Basslinien legen haben sie schon bei ihrem Debüt bewiesen. Nun zeigen sie, dass sie in einer Liga mit den großen Retro-Psychedelic-Bluesrockern wie Blues Pills und Kadavar spielen können. "Lucifer's Hand" dröhnt immer noch in der harten Klasse der Proto-Metaller. Der Titelsong "The Eldorado Spell" und die Tracks "When The Witches" und "The Well" zum Beispiel nehmen den Hörer in Form des Druiden, der das Coverart ziert, mit auf die Reise in den Zauber-Pilz-Wald.
Kryptograf spielen hier großes Retro-70's-Psychedelic-BluesRock-Kino.
Die Mystic-Folk-Band Fairytale begibt sich erneut auf eine musikalische Reise durch die verschiedenen Jahreszeiten: Nach den CDs „Forest of Summer“ (2015) und „Autumn’s Crown“ (2018) erscheint nun „Winter Tales“, ein Album mit 13 märchenhaften Songs, die kleine Geschichten aus dem tödlich-frostigen Reich der Elfenlande des hohen Nordens erzählen.
Auf ihrem neuen Album “Winter Tales“ verknüpft die Band zahlreiche Genres, so zum Beispiel Pop, Metal oder Irish Folk miteinander. Das Ergebnis präsentiert sich abwechslungsreich.
Während der Song „Timefall“ starke keltische Einflüsse hat und an frühe Clannad-Werke erinnert, ist das deutschsprachige Stück „Vor den Toren“ ganz klar dem Powermetal zuzuordnen. Leichtfüßig und verspielt sind Folk-Pop-Perlen wie „Cradle of Fae“ oder „Faunus Deum“, die verschiedene Aspekte des Winters und der Fabelwesen beleuchten. Ein Highlight für Fans der bekannten Folksängerin Joni Mitchell ist der Coversong „Both Sides Now“. Den Schluss des Albums bildet der Song „Skalden Lee“, auf dem Gastmusiker Fiach O’Connor die Band mit der Bodhrán unterstützt.
Für Fans der mystisch, mittelalterlich anmutenden Musik wie man sie von Bands wie In Extremo, Subway To Sally oder Schandmaul kennt, ist dieses Album eine wohlklingende Neuerscheinung mit elfengleichen Stimmen, die nicht immer wohlwollende Texte zum Ohr bringen. Aber auch in die Jahre gekommen Musikfans der Bands Magna Carta, Fairport Convention, The Corrs (die stimmliche Nähe) oder auch Andreas Vollenweider (wegen der Harfenklänge) dürfen sich hier wohlfühlen.
Kate Louisa, eine junge Frau, die jetzt ihr Debütalbum "Alle diese Jahre" veröffentlicht und mit schweren Themen autobiographisch viele Jahre ihres Lebens aufarbeitet.
Thematisch sind die Songs keine leichte Kost, aber wie Kate diese darbietet ist ein Phänomen: Nicht wie viele ihrer deutschen Kollegen fällt sie in ein Jammertal und wehleidet den Hörer zu. Die Tracks grooven, laden zum tanzen ein und strahlen eine Zuversicht aus, die man selten angesichts der Themen hört.
Jeder der 15 deutschsprachigen Pop-Songs auf ihrem Album „Alle diese Jahre“ beleuchtet die Schattenseiten von Kates Geschichte. Doch gleichzeitig immer mit der Aussicht, dass man aus schweren Zeiten wieder rauskommen kann. Aber nicht etwa mit klischeebehaftetem Pathos und brüchigem Timbre, sondern mit offener, klarer Stimme und positiver Botschaft. Darum geht es in diesem Album - um Freiheit. Die Freiheit zu träumen. Zu fühlen. Zu lieben. Zu zweifeln. Die Freiheit, aus sich selbst heraus zu lernen und sich zu befreien. Von Ängsten, von den Schatten dunkler Zeiten. Im titelgebenden Song „Alle diese Jahre“ befreit sich Kate: »Und dann wach ich auf und alle diese Jahre sind weg.« „Ich wünsche mir, dass wir den Mut haben im Jetzt zu leben und aufhören, unser Glück auf morgen zu verschieben. »Wir ham´ ein „Crazy schönes Life“ und ich denk maybe, sind wir das Hinterfragen leid.« Einfach an uns glauben, denn: »Es ist okay so wie wir sind zu sein!« (Aus „Wie wir sind“)
Arjen Lucassen ist ein Garant für hochqualitativen Heavy-Prog bzw. Prog Metal mit seinen verschiedensten Projekten und auch ein Magnet für Stars, um seine oppulenten Projekte adäquat umsetzen zu können.
So auch mit dem neuen Star One Album "Revel in Time". Lucassen beruft sich auf seinen Stärken im Songwriting und der passenden Besetzung der einzelnen Stücke mit hervorragenden Musikern, denen der Stoff auf den Leib geschneidert scheint. Musikalisch erwartet den Hörer nicht viel Neues, aber dafür wird das Gebotene auf gleichbleibend hohem Level präsentiert, wie es sonst kaum jemand in der Branche vermag.
Eine Sache ist dieses Mal ganz anders als bei den früheren Star One-Alben. Die ersten beiden hatten die gleiche Besetzung von vier Sängern: Floor Jansen, Russell Allen, Damian Wilson und Dan Swano. Sie sangen jeweils Teile in allen Liedern und interagierten miteinander. Aber dieses Mal entschied sich Lucassen dafür, für jeden Song einen anderen Sänger vorzustellen. Ein Grund dafür war, dass es ihm aufgrund der pandemiebedingten internationalen Reisebeschränkungen nicht möglich war, die Sänger in die Niederlande zu fliegen und in seinem eigenen Studio aufzunehmen. Normalerweise interagierten die verschiedenen Sänger bei einem bestimmten Song miteinander, aber dieses Mal entschied sich Arjen dafür, hauptsächlich einen Sänger pro Track und einen anderen Sänger für fast jeden Track zu haben.
Das zeigt sich besonders auf CD 2, der „Same Songs, Different Singers“-CD, wie Arjen sie gerne nennt. Die aufgenommenen Guide-Vocals waren viel zu gut, um nur Guide-Vocals zu sein. Arjen hielt es für eine echte Schande, wenn sie nie von jemand anderem gehört würden, also beschloss er, die Guide-Vocal-Versionen auf CD2 zu veröffentlichen. Und dann fing er irgendwann an, spontan andere Sänger einzuladen, einige dieser Tracks zu singen, weil er neugierig war, wie die Songs mit ihren Stimmen klingen würden. So endete CD2 mit nicht weniger als 9 verschiedenen Sängern, alle gleich gut wie die auf CD1.
Am Ende haben nicht weniger als etwa 30 verschiedene Musiker – Sänger und Instrumentalisten – zu „Revel in Time“ beigetragen. Es gab so viele gute Musiker da draußen und Arjen entschied sich einfach dafür, sie alle einzubeziehen.
Line-Up:
Arjen Lucassen: guitars, bass, keyboards and vocals
Ed Warby: drums
Erik van Ittersum: Solina Strings
Marcela Bovio: backing vocals
Irene Jansen: backing vocals
Guests:
CD I:
1) Fate of Man:
lead and backing vocals: Brittney Slayes
guitar solo: Michael Romeo
2) 28 Days (Till the End of Time):
lead vocal: Sir Russell Allen
guitar solos: Timo Somers
3) Prescient:
lead and backing vocals:
Micheal Mills and Ross Jennings
4) Back from the Past:
lead vocal: Jeff Scott Soto
guitar solo: Ron Bumblefoot Thal
5) Revel in Time:
lead vocal: Brandon Yeagley
guitar solos: Adrian Vandenberg
6) The Year of ’41:
lead vocal: Joe Lynn Turner
vocalization: Will Shaw
guitar solo: Joel Hoekstra
synthesizer solo: Jens Johansson
7) Bridge of Life:
lead vocal: Damian Wilson
8) Today is Yesterday:
lead vocal: Dan Swanö
Moog synthesizers: Lisa Bella Donna
guitar solo: Marcel Singor
9) A Hand on the Clock:
lead and backing vocals: Floor Jansen
Hammond solo: Joost van den Broek
10) Beyond the Edge of it All:
lead vocal: John Jaycee Cuijpers_
guitar solo: Arjen Lucassen
11) Lost Children of the Universe:
lead vocals: Roy Khan
choir: Hellscore Choir
guitar solo: Steve Vai
CD II - Same songs, different singers:
1) Fate of Man:
lead and backing vocals: Marcela Bovio
2) 28 Days (Till the End of Time):
lead vocal: John Jaycee Cuijpers
3) Prescient:
lead and backing vocals: Will Shaw
4) Back from the Past:
lead vocal: John Jaycee Cuijpers
5) Revel in Time:
lead vocal: John Jaycee Cuijpers
6) The Year of ’41:
lead vocal and synth solo: Alessandro Del Vecchio
7) Bridge of Life:
lead vocals: Wilmer Waarbroek
8) Today is Yesterday:
lead vocals: Arjen Lucassen
9) A Hand on the Clock:
lead and backing vocals: Marcela Bovio and Irene Jansen (verses)
10) Beyond the Edge of it All:
lead vocals: Mike Andersson
11) Lost Children of the Universe:
lead vocals: Tony Martin
Now We Stay Forever Lost In Space Together ist nach There Is No Time To Run Away From Here der 2. Teil der musikalischen Reihe T R A U M des Dark Jazz Quartetts Taumel.
Diese musikalische Reihe zeichnet sich durch ihre langsamen Tempi und die instrumentale Quartettbesetzung Trompete/Flügelhorn, E-Gitarre, Piano/Rhodos und Schlagzeug aus. Wie im ersten Teil dieser Reihe, TRAUM I, bilden die einzelnen (wieder fünf) Tracktitel den Albumtitel. Zugleich verweist dieser inhaltlich auf den ersten Teil bzw. wird die „Erzählung“ fortgesetzt – wobei der fehlerhafte Satzbau zeigt, dass hier eine gewissermaßen programmatische Poetisierung vorangetrieben wird. Die scheinbare Uniformität weicht einer langsam fortschreitenden Veränderung und Mutation.
Alles in diesem cineastischen Werk wird reduziert: Tempus, Rhythmik, Instrumentierung und somit wird die Spannung der einzelnen Stücke im Hirn des Hörers auf die Spitze getrieben. Wie sooft in diesem "Genre" könnte das Album zu einem Soundtrack eines Lynch-Films dienen, auch wenn die Gitarren etwas anders, härter gesetzt sind.
Für einen Abend ohne Flimmerkiste und für eigenes Kopfkino ist dieses Album prädestiniert.
Schweden hat eine äußerst kreative und produktive Musikerszene, vor allem auch im Bereich Progressive Rock. So verwundert es nicht, dass in regelmäßigen (kurzen) Abständen feinste Musik unters Volk gespült wird.
Jonas Lindberg & The Other Side präsentieren mit ihrem zweiten Full-Length-Output schöne Retro-Prog-Melodien, die inspiriert sind von den Altmeistern wie Yes, The Flower Kings, Transatlantic oder Spock's Beard.
Hier wird nicht viel neues erfunden und ersponnen, das meiste hört sich für Genrekenner bekannt an, aber dafür nicht weniger schön: Feine Melodien, schöne Chor- und Satzgesänge, ausufernde (aber keine langweilenden) Instrumentalpassagen - auch mit Druck gespielt - und zum Abschluss des Albums in der fünfteiligen Suite "Miles From Nowhere" noch ein Gitarrenpart von Roine Stolt (The Flower Kings).
Wer sich in Retro-Prog-Gefilden wohlfühlt, aber auch mal zu härteren Gitarrenriffs und mit ordentlich Druck gespieltem AOR schielt, der sollte sich das Album nicht entgehen lassen. Für Festivals wie die Night Of The Prog ist dieses Ensemble definitiv ein heißer Tipp.
Wer wissen will, wie sich Rauch anhört, der sollte sich diese Band und dieses Album anhören.
Der klassische Rockvierer aus dem mystischen schwarzen Wald bringt einen Mix aus Bluesrock, Stoner- und psychedelischem Rock in den Gehörgang. Es wabert, es fuzzt und mäandriert vor sich hin, die Songs (kaum unter 5 Minuten) nehmen sich Zeit sich zu entwickeln und den Hörer einzuwickeln. Aber alles bleibt durch die bluesrockige Grundlage geerdet.
Isabelle Bapté verleiht dem Blues mit ihrer Stimme eine soulige Note und bildet sofort ein klischeehaftes Bild einer Voodoopriesterin in den rauchgeschwängerten Hirnwindungen des Hörers.
Wer braucht schon das bluesige Mississippi-Delta oder die steinige Wüste, wenn solch eine feine Mixtur aus dem Schwarzwald kommt.
Seit etwas mehr als 15 Jahren ist Frank Turner solo unterwegs und bietet einen bunten Strauß aus verschiedenen Alternative-Strömungen. So auch auf seinem neuen, am 11. Februar erscheinenden Album "FTHC".
Wieder einmal mischt er Punkiges (Non Serviam), Singer-Songwriter-Balladesken (Miranda), Hardcore-Einsprengsel (My Bad), amerikanischen Alternative-Stil (Untainted Love) und den immer präsenten britische Indie-Hauch (The Resurrectionists).
Langweilig wird's bei dem Album nie. Frank Turner schlägt dem Hörer seinen bunten Alternative-Strauß ordentlich ins Gesicht und um die Ohren.
Aufgenommen hat Turner sein FTHC-Album in den Abbey Recording Studios (ARC) in der Nähe von Oxford, wobei Rich Costey (Foo Fighters, Muse, Biffy Clyro) für die Produktion und Mixing verantwortlich zeichnete. Schon mit dem Eröffnungstitel „Non Serviam“ buchstabiert er die Titel-Ansage – FTHC steht für Frank Turner Hard Core – aus, wenn er zum zweiminütigen Rundumschlag ausholt. Während auch „My Bad“ mit dem Hardcore-Genre flirtet, bewegt sich Turner sonst zwischen Punk, Folk, Hardrock und Singer-Songwriter. Neben der Vorabsingle „The Gathering“ feat. Jason Isbell & Dom Howard (Muse) zählt auch „Fatherless“ zu den Kernstücken der LP, denn hier geht’s um ein Trauma aus seiner Kindheit. „A Wave Across A Bay“ ist ein letzter Gruß an einen verstorbenen Freund – Scott Hutchison von Frightened Rabbit. Der Schlusspunkt des Albums ist genau genommen noch ein weiterer ein Abschied: „Farewell To My City“ verhandelt seinen Umzug aus der Metropole London an die Küste von Essex – nach immerhin 7.300 Tagen, die er in der Stadt gelebt hat. Wie eine Mini-Autobiografie funktioniert dieser Recap-Song, der letztlich in die Einsicht mündet, dass es an der Zeit ist, die Sachen zu packen und weiterzuziehen.
Das neue Album FTHC erscheint als CD, Deluxe-CD, LP, Picture Disc und Kassette.
Während die UK-Tour schon diesen Monat beginnt, kann man sich auch hierzulande bald wieder auf seine legendären Live-Sets freuen – höchste Zeit, wo doch das für 2020 ursprünglich in Berlin geplante „Lost Evenings“-Festival abgesagt werden musste: Nach dem Startschuss in Bremen am 18. April spielen Frank Turner & The Sleeping Souls im Rahmen der massiven The Never Ending Tour Of Everywhere 2022 (Support: Pet Needs) zwar nicht „everywhere“, aber doch eine ganze Reihe von Shows in Deutschland. Im November kehrt er dann für zwei weitere Exklusiv-Shows zurück und tritt in Münster auf.
The Never Ending Tour Of Everywhere 2022 - Deutschland-Dates
18.04. – Bremen, Aladin Music-Hall
19.04. – Dortmund, FZW
21.04. – Hannover, Capitol
22.04. – Stuttgart, Im Wizemann (Halle)
23.04. – Saarbrücken, Garage
24.04. – Leipzig, Werk 2
26.04. – Heidelberg, Halle 02
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11.05. – Nürnberg, Löwensaal
Support Pet Needs
15.-18.09. Frank Turner presents: Lost Evenings V
@Columbiahalle, Berlin
15.09. A Career Spanning Acoustic Set
16.09. Love Ire & Song vs. England Keep My Bones
17.09. New Songs Punk Rock Set
18.09. Greatest Hits
Außerdem im November:
Grand Münster Slam Weekender (mit Donots)
25. November – Münster, MCC Halle, ausverkauft
26. November – Münster, MCC Halle
Endless Dive ist eine Instrumentalband aus Brüssel und Tournai. Beeinflusst von Post-Rock, elektronischer und Hardcore-Musik liefert die Band einen dynamischen Sound, der zwischen Ambient und druckvollen Riffs oszilliert und den Hörer auf eine musikalische Reise mitnimmt.
Nach der Veröffentlichung einer selbstbetitelten EP und einer vollständigen LP Falltime tourte die Band in Frankreich, Deutschland, der Tschechischen Republik oder der Slowakei; und spielte an Orten wie dem Botanique und dem Dour Festival. Nach zwei Jahren in einer Pandemie ist Endless Dive mit einem neuen Album namens A Brief History Of A Kind Human zurück, das das Ergebnis der Instrumentalmusik der Band und der Poesie und Fotografie von Arthur Sente ist. Es erscheint am 11. Februar 2022 über Luik Music.
"A Brief History Of A Kind Human ist das Ergebnis einer langen Wartezeit, Gelegenheiten, Höhen und Tiefen und mehr als zwei Jahren Arbeit. Es ist auch die Kombination aus unserer Musik und der Arbeit unseres Freundes Arthur Sente, der Gedichte schrieb und der Band einige seiner persönlichen Fotos für diese Platte gab. Durch den Raum, der in unserer Musik für Interpretationen und Anregungen gelassen wurde, gaben wir ihm die Möglichkeit, sich auszudrücken und diesem Projekt eine tiefere Bedeutung zu verleihen."
Endless Dive verleihen dem oft düster angehauchten Postrock eine sehr positive Ausstrahlung, was auf den wunderbaren Ambient-Flächen und Klanglandschaften beruht, die den Hörer träumen und aus der oft tristen (belgischen Großstadt?) Realität entfliehen lassen.
Für ein anstehendes Gloomaar-Festival ist diese Formation ein definitiver Tipp.
Das australische Label Bird's Robe Records beweist einmal mehr sein feines Händchen für das Auffinden von (Postrock-)Perlen.
Das australische Instrumental-Doppel The Sea Shall Not Have Them freut sich, ihr neues Album Debris für eine internationale Veröffentlichung am Freitag, den 11. Februar durch eine neue Partnerschaft mit Bird’s Robe Records anzukündigen.
Das Duo spinnt atmosphärisch dichte Klanglandschaften und entführt den Hörer bei ihrem neuen Album in Trümmer-Landschaften und aus diese wieder heraus. Bei "Lower The Sky" kommen sogar Gesangspassagen zum Tragen, die an die Intensität der Postpunk-Ikonen Mark E. Smith (The Fall) oder eines Ian Curtis (Joy Division) heranragen.
Ihre erste Veröffentlichung seit 7 Jahren folgt ihrem gefeierten Debüt Mouth und enthält all die tief rhythmischen und kraftvollen kaskadierenden Töne, für die das Duo bekannt ist.
Aufgenommen und gemischt in den Airlock Studios in Brisbane und co-produziert von der Band und dem Ingenieur Steve Kempnich, enthält das Album Gastauftritte von Powderfinger-Gitarrist Ian Haug (auch bekannt für seine Arbeit mit The Church & The Predators) auf Everything Melts sowie Ed Fraser (Heads/Kino Motal) bei Lower the Sky.
Die Band kommentiert ihre Zusammenarbeit mit dem renommierten Sydneyer Label Bird’s Robe, Heimat von Acts wie sleepmakeswaves und We Lost The Sea: „Wir sind begeistert, der Bird’s Robe-Familie beizutreten, und freuen uns darauf, mit dem Label zusammenzuarbeiten, um „Debris“ zu einem Erfolg zu machen breiteres Publikum", sagt Gitarrist Curt Emerton. "Das Label beherbergt ein großartiges Netzwerk von Bands und Folk, die eine solche Leidenschaft für Musik haben", fügt Drummer Mat Wilton hinzu.
Seit knapp 40 Jahren sind die Nordamerikaner von Voivod bereits im Musikgeschäft und haben sich eine eingeschworene Hörerschaft auch in kritischeren Kreisen we den Proggern erspielt.
Mit ihrem jüngsten Output "Synchro Anarchy" vermengen sie wieder stilistisch vieles aus dem Prog Metal, Math und auch aus dem Thrashigen zu ihrem ureigenen Stil. Quere Rhythmen und Takte, dissonante Gitarren, ein manchmal sehr eigenwilliger Gesang, der hier und da an Ozzy erinnert.
„Ich denke, es ist reines Voïvod!“ sagt Chewy. „Ich denke, es ist eine dunkle Platte mit Lichtblicken. Es ist kompliziert und tief. Es gibt Komplexität. Es gibt neue Erkundungen auf vielen Ebenen. Natürlich gibt es viele Hinweise auf den Weltraum, auf den Fortschritt der Technologie gegenüber unserem zerbrechlichen Planeten, auf Geisteskrankheiten, Angst, Rebellion, Todesfälle, Zeit- und Raumgeheimnisse. Synchronität und Chaos! Viel Stoff zum Nachdenken, nehme ich an. Und die Töne sind fantastisch. Francis (Perron, Produzent) wirkte im RadicArt Studio. Seit unserer Post Society EP ist er Teil des Voïvod-Sounds.“
Voïvod ist immer noch eine der leidenschaftlich kreativsten Bands der Welt und hat ein weiteres kaleidoskopisches Klangmonster geschaffen. Synchro Anarchy ist das perfekte Gegenmittel gegen so ziemlich alles und wird das Jahr 2022 mit verrückter Freude erhellen. In der Zwischenzeit planen seine Macher ihre nächste Tour um die ganze Welt, bewaffnet mit der besten Musik, die sie je geschrieben haben.
Bei fast allen Entwicklungsprozessen zu neuen Alben entstehen Songs, die es nicht auf das eigentliche Alum schaffen. So auch beim 2020er Album "Throes Of Joy In The Jaws Of Defeatism". Diese vorenthaltenen Songs erscheinen nun auf dem Minialbum "Resentment is Always Seismic - A Final Throw of Throes", das am 11. Februar erscheint.
Die acht Songs haben nicht mehr viel bis gar nichts mehr mit dem Grindcore-Geknüppel der Frühära zu tun und beweisen nur mehr, warum die Band über die Jahre immer mehr Anhänger im Lager des Punk gefunden hat. Der Sound des Minialbums erinnert an The Exploited oder an Black Flag auf Speed mit einer kleinen Prise aus dem Death Metal.
"Resentment is Always Seismic" setzt die furchtlose Erkundung der äußeren Grenzen ihres legendären Sounds fort und ist voller atemberaubender Momente, in denen Schwere und Wahnsinn aufeinanderprallen. Von den vernichtenden, ultra-verzerrten Grooves des Openers Narcissus und der trägen, Swans-salutierenden Unterdrückung von Resentment Always Simmers bis hin zu den viszeralen Wutattacken von By Proxy und den glühenden Coverversionen von Bad Brains' Don't Need It und den Industrial-Noise-Rock-Ikonen SLAB !'s knallhartem People Pie, hat die Musik von Napalm Death noch nie so vital oder einzigartig geklungen. Nirgendwo wird dies deutlicher als im abschließenden Titeltrack des neuen Mini-Albums, in dem sich Bassist Shane Embury in sein Alter Ego Dark Sky Burial verwandelt, um einen Synapsen-brennenden Remix für die Ewigkeit zu erschaffen.
„Diese Songs sind so ziemlich eine Erweiterung des letzten Albums, aber es gibt eine Menge verrückter Sachen darauf und wir haben uns wirklich darauf eingelassen“, schließt Barney. „Mit dem Titeltrack kam Shane auf die Idee, einen Remix zu machen, und ich dachte, ja, warum nicht? Wir haben schon immer eine Vorliebe für Dinge wie Coil und all das dunkle Soundscape-Zeug geteilt, also war ich sehr froh, dass er das getan hat. Er und Russ [Russell, Produzent] haben den Track gebaut, wobei alle möglichen leblosen Objekte auf sehr unappetitliche Weise herumgeworfen wurden! [Lacht] Es ist verdammt gut geworden.“
Knapp drei Jahre nach ihrem letzten Output erscheint am 4. Februar das 14. Studioalbum der NU-Metal-Gründingsband.
Sie erfinden sich und das Genre nicht neu, besinnen sich auf ihre Stärken, klingen vertraut und trotzdem frisch, so als wären die letzten 25 Jahre nie ins Land gegangen.
Die Refrains sind Mitgröl-Sprung-Passagen, die sich für die hoffentlich bald kommende Festivalsaison vorzüglichst eignen und nicht nur das junge Publikum anheizen, sondern auch die junggebliebenen Frühanhänger der band nochmal ausratsen lassen.
Korns Einfluss und Reichweite übersteigt Preisträgerschaften und Platin-Auszeichnungen.
Korn sind „eine originäre Bewegung, in der Art, wie Bands es heute nicht mehr sein können“, attestierte die Website und das Podcast-Netzwerk The Ringer. Die Band repräsentiert einen neuen Archetypus und radikale Innovation. Ihre Fähigkeit, Genres zu überschreiten, lässt sämtliche Barrieren und Hindernisse irrelevant erscheinen.
Seit ihrer Bandgründung haben Korn weltweit 40 Millionen Alben verkauft, konnten zwei Grammys einstreichen, haben unzählige Male auf Tournee die Welt bereist sowie allerhand Rekorde aufgestellt, die wahrscheinlich niemals gebrochen werden. Sänger Jonathan Davis, die beiden Gitarristen James „Munky“ Shaffer und Brian „Head“ Welch, Bassist Reginald „Fieldy“ Arvizu und Schlagzeuger Ray Luzier haben sich zum Ziel gesetzt, die Genre-Grenzen von Rock, Alternative und Metal weiterhin aufzubrechen und zugleich eine einflussreiche Konstante für Legionen von Fans und Generationen von Künstlern weltweit zu bleiben.
Als Fazit kann man ruhigen Gewissens in den Raum stellen, dass Korn mit dem neuen Album dem mittlerweile fast schon glattgeschliffenen Genre Metalcore definitiv immer noch die Stirn bieten kann und in mancherlei Hinsicht eine bessere Alternative sein kann.
Die Progressive Rock-Chamäleons Closure In Moscow werden das neue Jahr mit Stil beginnen und das 7-jährige Jubiläum ihres zweiten Albums Pink Lemonade mit einer neuen Vinylpressung auf … buchstäblich … Pink Lemonade feiern.
Als Teil der Reihe zum 10-jährigen Jubiläum von Bird's Robe Records wird die Band das Album international auf LP, CD und in digitalen Formaten wiederveröffentlichen, nachdem es in den letzten 2 Jahren vergriffen war.
In Zusammenarbeit mit Enjoy The Ride Records wird eine superlimitierte Vinyl-Edition von 100 Exemplaren produziert, die ultraklares Vinyl enthält, das mit echter rosa Limonade gefüllt ist.
Was diese Band musikalisch abliefert ist verrück, progressiv, ist Crossover, ist erstklassig. Solch eine verrückte Herangehensweise an ihre Kunst passt zur Energie der Band auf diesem Album – eine Hommage an so unterschiedliche Einflüsse wie Frank Zappa, Yes, King Crimson und The Mars Volta, mit einem Hauch gefühlvoller Melodien.
Das Album wurde mit Andrei Eremin & Tom Larkin in Melbourne, Australien, produziert und ursprünglich unabhängig mit der Unterstützung des Bandmanagements Sabretusk (Pete Williamson) und MGM Distribution im Jahr 2014 veröffentlicht.
Seitdem hat sich die Platte aufgrund ihres einzigartigen Sounds und ihrer ehrgeizigen konzeptionellen Erzählung sowie der Auseinandersetzung mit japanischer Popkultur, Chiptune, Vaudeville und Musiktheater eine treue Kult-Anhängerschaft erworben.
Wer positiv geladene Vibes, Tanzbarkeit und progressive Musik gedanklich verbinden kann, dem sei dieses Album schwerstens ans Herz gelegt.
Für Mitte des Jahres steht ein neuer Output von Arch Enemy im Kalender. Wer bis dahin nicht warten will, der MUSS sich am kommenden Freitag mit DER Alternativen schlechthin befassen und sie ins schwarze Herz schließen: Venom Prison veröffentlichen dann nämlich ihren dritten Longplayer und könnten mit ihrem teils eingängigen, teils experimentierfreudigen Exrem-Metal und der charismatischen Stimme von Larissa Stupar dem Original den Rang ablaufen.
„Alles musste größer, besser, einprägsamer werden“, sagt Ash. „Wir haben in der Vergangenheit oft gesagt, dass diese Band nicht immer wieder dieselbe Platte schreiben wird. Es ging nicht darum zu zeigen, wie schwer wir sein können. Wir wissen, dass wir eine fette Band sind. Wir wollten einfach kreativer sein und dieses Mal hatten wir den Luxus, Zeit auf unserer Seite zu haben. Larissas unverwechselbarer Stil kommt noch stärker zur Geltung. Es ist sogar noch poetischer, während es immer noch kritisch gegenüber den Problemen ist, mit denen wir in der westlichen Gesellschaft konfrontiert sind.“
„Erebos hat unseren Horizont als Band wirklich erweitert und uns dazu gebracht, als Ganzes kreativer zu sein. Für uns ging es immer darum, uns musikalisch weiterzuentwickeln und mit jedem einzelnen Schritt, den wir machen, voranzukommen, und das wird sich nie ändern. Wir haben noch viel mehr zu entdecken und sind zuversichtlich, dass wir dazu in der Lage sind. Der Grind muss weitergehen.“
Erebos ist ein kraftvolles, prägendes Statement von einer der aufregendsten Bands der modernen Metalera.
Obwohl MASS WORSHIP einen Großteil der Jahre 2020 und 2021 mit dem Schreiben und Aufnehmen von neuem Material verbrachten, absolvierten sie eine äußerst erfolgreiche Tour als Support der polnischen Death Metal-Legenden Vader. Nun sind MASS WORSHIP bereit, ihren zweiten Longplayer auf den Markt zu bringen. ‚Portal Tombs‘, das am 4. Februar 2022 erscheint, ist eine erschreckende, aber elektrisierende Erkundung der düsteren Tiefen der menschlichen Natur: eine monolithische Manifestation der musikalischen Kraft. MASS WORSHIP schmieden ihre musikalische Identität zu etwas außergewöhnlich Unverwechselbarem und Transzendentem, und das mit genug Selbstvertrauen und Überzeugung, um selbst die orthodoxesten Fans des Genres zu überzeugen. ‚Portal Tombs‘ wird einmal mehr die einzigartige Potenz von MASS WORSHIP mit maximaler Wucht verkünden.
Für ihren zweiten Longplayer haben die Nordeuropäer wieder eine illustre Zusammenarbeit mit Genregrößen wie Jonas Stålhammar (At The Gates), Mark "Barney" Greenway (Napalm Death) und Jonas Renkse (Katatonia, Bloodbath) gewinnen können, was dem Album eine ganz spezielle Würze verleiht und es zu einem ersten fetten Ausrufezeichen für das Death- und Hardcore-Genre werden lässt.
Es geht traditionell hart und brutal zur Sache, aber auch nicht weniger experimentierfreudig Richtung progressivem Deathmetal wie zum Ende von "Orcus Mouth" oder dem nachfolgenden "Unholy Mass". Der krönende Abschluss ist das schleppende und atmosphärisch dichte "Deliverance", das eine vorzügliche Band mit entsprechenden Ambitionen auf wegweisende Alben zeigt.
Mal singt David Beta, mal rappt er, mal setzt er auf flowigen Sprechgesang. Die Songs seines Erstlingswerks “Wenn ich schonmal hier bin“ sind ein Mix aus den Genres Pop und Singer/Songwriter mit Hip-Hop-Einflüssen. Der gebürtige Kieler und Wahlhamburger singt über persönliche Erfahrungen und Beobachtungen. Lässt Gedankenbilder spielen, oder hält einem auch mal den Spiegel vors Gesicht. Bis weilen nachdenklich, melancholisch, zweifelnd, aber auch positiv, lässig und selbstironisch. Das passende Tattoo dazu hat er auf seinem Arm: „Die Welt ist grässlich und wunderschön“ - eine Hommage an eines seiner Vorbilder, Gisbert zu Knyphausen.
Entstanden ist ein Album mit zwölf Songs, mit denen sich David nun erstmals der deutschsprachigen Musiklandschaft präsentiert. Los geht es mit einigen leichteren Tracks: “Ein Bild” ist der Opener und beschreibt die Suche nach den richtigen Worten, dem richtigen Anfang. Ums Anfangen geht es dann noch öfter: In “Beste” schreibt David über die Schönheit der Entscheidung. Den Song schrieb er gemeinsam mit Rapper und Songwriter Nico Suave (Gedankenmillionäre, Danke) — ehrlich und direkt, voller Hoffnung und Lust auf Neuanfang. Doch David kann mehr. Zwischen stürmischen Aufbruchs-Liedern (“Rot und Blau”), der liebevollen Hommage an die eigenen Wurzeln (“Meermensch”, “Hurra!”) und sonnig-optimistischen Klängen (“Leicht”, “Sommer”) lassen die Songs auch Platz für das Zögern und die graueren Hintergedanken. Der Titelsong “Wenn ich schonmal hier bin” gesteht dem inneren Pessimisten erstmal zu, dass die derzeitige Lage aussichtslos genug scheint, um zu fragen: “Warum überhaupt noch etwas tun? Es lohnt sich doch eh nicht.” Eine berechtigte Frage — und doch geht es um das “Trotzdem-irgendwie-machen”, wie David es benennt.
Beim Durchhören des Albums wird einem bewusst, wie sehr sich die deutschsprachigen chart- und airplayorientierten Künstler ähneln. Irgendwann kann man kaum noch einen Unterschied erkennen und man meint, man höre zum Beispiel ein Album von Mark Forster. Abwechslung, Einfallsreichtum und Innovation sind nicht zu vernehmen. Dies soll nicht despektierlich gegenüber der Leistung eines Künstlers klingen, sondern ist eine Feststellung gegenüber der Vermarktungsfähigkeit und den Hörgewohnheiten einer breiten Masse, die diese Musik verlangt.
Mein Elba, das ist nicht etwa der Titel eines lange verschollenen Reiseführers Napoleon Bonapartes, sondern der Künstlername des Sängers Carsten Schlegel. Seit 20 Jahren macht der Neuenburger nun schon Musik – u.a. in den Bands „Horizont“ und „Krack und Stille“. Mit Mein Elba schafft er sich nun seine eigene musikalische Insel mit genügend Platz für seine selbstgeschriebenen Texte. Sein Album “Auftakt“ erzählt von Aufbrüchen, Ausbrüchen, Neuanfängen und Erinnerungen. Mit Mein Elba möchte Carsten der Künstler sein, dem Menschen in besonderen Momenten zuhören. Beim Runterkurbeln der Scheibe auf der freien Landstraße, an kühlen Herbst- und heißen Sommertagen oder beim Sonntagsputz.
Mit „Mein Elba“ möchte Carsten der Künstler sein, mit denen Menschen durch seine Musik besondere Momente teilen, er ermutigt Dinge zu tun, die sich richtig anfühlen. Das bedeutet konkret nach all den Jahren auf der Bühne mit der Coverband nun seinen eigenen Weg zu gehen. Im Gepäck hat er Aufbrüche, Ausbrüche, Neuanfänge und Erinnerungen.
Der Vollblutmusiker ist inspiriert durch die Texte von Künstlern, wie Bosse, Kettcar oder Fynn Kliemann und baut sich so unter dem Namen "MEIN ELBA" nun seine eigene musikalische Insel mit genügend Platz für selbstgeschriebenen Texte.
Deutsche Musik mit deutschen Texten ist seit Jahren nicht mehr wegzudenken aus dem Äther. Was dieses Album ausmacht ist die in der Stimme liegende Hoffnung und positive Ausstrahlung im Gegensatz zum weiterverbreiteten Gejammer deutscher Sangeskunst. Dennoch fällt es schwer das Album im Gesamten durchzuhören, da sich vieles ähnelt und wiederholt.
Am 28. Januar 2022 werden BIG BIG TRAIN ihr neues Album "Welcome To The Planet" veröffentlichen. Es folgt bereits sechs Monate nach dem im Sommer veröffentlichten "Common Ground" und fügt der ohne hin schon reichen Karriere des britischen Musikerkollektivs weitere Facetten hinzu.
Leider wird "Welcome To The Planet" das letzte Album mit Sänger David Longdon sein, der Ende 2021 im Alter von nur 56 Jahren überraschend verstarb. Die Aufnahmen waren zu dem Zeitpunkt bereits abgeschlossen und in Absprache mit Davids Partnerin wurde entschieden, das Album wie geplant zu veröffentlichen.
Big Big Train-Gründer Gregory Spawton erklärt die kurze Zeit zwischen den Alben: „Die Erfahrung der Pandemie hat uns gezeigt, dass wir unsere Zeit auf der Erde optimal nutzen müssen. Vor diesem Hintergrund und mit neuen Bandmitgliedern an Bord, die uns frischen Wind geben, haben wir uns entschieden, schnell ins Studio zurückzukehren, um Welcome To The Planet zu schreiben und aufzunehmen.“
Es ist ein Retro-Prog-Album geworden, das man so nur von Big Big Train erwarten kann. Es ist aus einem Guss, die Harmonien, Chor- und Satzgesänge sind perfekt gesetzt, süß, doch niemals zu schmalzig. Zwanzig minütige Longtracks vermisst man auf dem Album, doch die Songs nehmen sich den Freiraum, den sie brauchen, nicht mehr und nicht weniger. Über die musikalischen Fähigkeiten des Musikerkollektivs brauchen keine weiteren Worte verloren zu werden.
Der Verlust David Longdons für die progressive Musikergemeinschaft kann mit diesem (letzten) Werk nicht höher gewürdigt werden. Er wird uns Prog-Liebhabern allen fehlen.
Wer hätte gedacht, dass unter dem Namen Jethro Tull nochmals ein Studioalbum erscheint. Mit The Zealot Gene veröffentlicht Ian Anderson am 28. Januar unter seinem Bandpseudonym sein 22. Studioalbum seit 1968.
Auch die Fertigstellung des Albums war geprägt von den Schwierigkeiten, die wir alle seit fast zwei Jahren ertragen müssen. Umso erstaunlicher ist es, dass Ian Anderson trotz eigener Bedenken, das Projekt abgeschlossen hat: „Die Verzweiflung und die Wut, akzeptieren zu müssen, dass uns das Berufsleben gestohlen wurde, bedeutete zumindest für mich, dass eine neue Albumveröffentlichung kaum der Mühe wert schien, bis wir wieder im Studio zusammenkommen und den Abschluss der letzten Tracks auf traditionelle Weisemachen konnten."
Die Songs des neuen Albums sind Vertonungen biblischer Texte und Geschichten, die Anderson auf seine eigene Weise und mit viel Wortwitz und musikalischem Humor vorträgt ohne jedoch die missionarische Ader eines Neal Morse an den Tag legen zu wollen. Für progressive Songs sind keine Longtracks vertreten, aber dennoch lässt sich die progressive Spielart auch in Dreieinhalbminütern geschickt verpacken und die für Jethro Tull Anhänger folkige Seite kommt nicht zu kurz.
Wenn die Zeit der Konzerte wieder kommen wird, dann wird es mit Sicherheit auch ein fulminantes Wiedersehen mit dem Sängerbarden und seiner Band geben, die dieses musikalisch grandiose Spätwerk gerne einem breiten und treuen Publikum vortragen werden und wollen.
2020. 2021. Corona und kein Ende. Clubs und Tanzflächen sind leer gefegt. Das Wochenende vom Virus entzaubert und das Saturday Night Fever verschwunden. Konzerte, Clubs und Party klingen wie Vokabeln aus einer anderen Zeit. Und genau jetzt kommt SILVERSHARK mit einem eleganten Hüftschwung angeschwommen und legt ein Album hin, das glitzert wie eine Discokugel und das Wochenende feiert.
Steve Burner ludt seine Freunde in Studio von Richard Behrens (Kadavar Live Mixer) und alle kamen. Von Coogans Bluff bis Elder, von S.U.G.A.R., Heat, Wucan bis Vug sind alle leicht zu überzeugen gewesen. Das Cover-Foto wird von Kadavars Lupus Lindemann geschossen. Es wird gefeiert, getanzt, geschrieben, gespielt und Soul, Funk, Yacht Rock und 70er Disco Sounds zum Leben erweckt.
Zehn Songs später scheint sich das Album wie ein verlorener Schatz in die Vinyl Sammlung zwischen Kool & The Gang, Funkadelic, BeeGees, Sly & The Family Stone, Chic oder den Temptations einzufügen.
Mehr Retro geht kaum und mehr Tanz- und Feierfreude auch nicht. Die zehn Songs grooven wie Sau und ruhig sitzen bleiben ist hier definitiv nicht möglich. Hier beweisen die härtesten (Retro-)Rocker, dass sie überaus tanzbare Musik machen können und wollten. So wie in 2020 Horisont die 1970er mit ihrem ELO-Sound die Fangemeinde beglückt haben, so wird dieses Album mit einem coolen Hüftschwung gefeiert.
2013 startete Mean To You als klassisches Alternative-Set in Luxemburg. Mittlerweile führt Mulles, Bassist, das Projekt als Ein-Mann-Show mit Gastmusikern fort.
An der musikalischen Ausrichtung im Alternative Rockbereich hat sich nichts verändert. Vielleicht sind ein paar härtere Einsprengsel vernehmbar, was die musikalische Herkunft von Mulles (Miles To Perdition und Hybridism) nicht außer Acht lässt und auch seine Gastspiele in Progressive Rock Bands lassen sich nicht gänzlich verbergen. Mulles bringt als Vollblutmusiker alles ein, was ihn in seiner vielfältigen musikalischen Ausrichtung ausmacht.
Die EP „Strong“ enthält 6 groovige gitarren- und bassorientierte alternative Rock/Metal-Songs, die in den letzten Monaten aufgenommen wurden. Während der Sänger von eher alternativen Rock-Strophen zu voll geschrieenen Parts wechselt, fügen die energischen Drums dem Album moderne Dynamik hinzu. Es gibt keine von Natur aus sanften Tracks, aber alle angetrieben von dem Konzept und den Texten über das Hinfallen oder Scheitern im Leben, aber wieder aufstehen und für seine Ziele kämpfen.
„Ich bin jetzt mehr als glücklich, dass „Strong“ veröffentlicht wurde und ich die Gelegenheit hatte, mit drei großartigen Musikern aus ganz Europa (Ukraine, Großbritannien und Frankreich) zusammenzuarbeiten und Unterstützung von ihnen zu bekommen, um dieses ganze Ding fertig zu stellen . Die letzten Bassparts habe ich in Brüssel im bekannten JetStudio aufgenommen, was mir eine große Freude war.“
FORMS OF FEAR (FOF), das Soloprojekt des rebelsoul Frontmannes Tom Nothof, feierte im Dezember 2021 Premiere.
Mit THE EVERLASTING PAIN: AGONY / SOLACEMENT geht in diesem Monat die erste Single an den Start. Der Song entstand in Zusammenarbeit mit dem bekannten Gitarristen und Produzenten Uwe Jolly.
FORMS OF FEAR geht andere Wege, verbindet elektronische und handgemachte Musik und steckt voller dunkler Emotionen. THE EVERLASTING PAIN: AGONY/ SOLACEMENT ist auf allen gängigen Plattformen erhältlich und wird über Parrandera Records veröffentlicht.
Der stark autobiografische Text hat Tiefgang und lässt nur in Ansätzen vermuten, wie es Schmerzpatienten gehen mag. Allerdings lässt die musikalische Untermalung des Textes genau erahnen, wie es dem Protagonisten geht.
Tom Nothof lässt zusammen mit Uwe Jolly einen Alternativekracher zum Jahresende 2021 los und steht den großen Produktionen im Alternative-Bereich in nichts nach.
Die Ankündigung von FOF, dass es in unregelmäßigen Abständen Songveröffentlichungen geben wird, nährt die Hoffnung auf ein Full-Length-Album und macht ebenfalls Hoffnung, dass es mit rebelsoul ebenfalls weitergehen wird.
EinsEinsEins Zwei ist der Herzschlag der digitalen Globalisierung. Eine Strömung, die sich dem Immergleichen widersetzt. Das Opium für die Gesellschaft, deren Leben aus Einsen und Nullen konstruiert ist. EinsEinsEins haben auf diesem Album ihre Stimme entdeckt. Sie nutzen Pop als Instrument der kritischen Reflexion. Das Album weckt eine obsessive Sehnsucht nach dem Einen, den Zweien. Sie sind nie zu schüchtern, um große Melodien energisch in die Welt zu werfen.
Das Album bewegt sich außerhalb des Konzepts von Genres. Ein Konzept, das von EinsEinsEins bewusst missverstanden wird. Kein Teil gleicht dem anderen und doch ist alles eins. „Graf Zahl“ stellt die Reise vor. Ein Gefühl des Aufbruchs stellt sich ein. „Plastic Love“ bringt „The Model“ ins 21. Jahrhundert. „Gasetagenheizung“ und „Regit Etarak“ sind Tracks, die herausfordern. Passives Zuhören wird unmöglich. „Nachtigall“ und „Nur Fuchs“ lösen Spannungen und packen den Hörer wie Sirenen. Am Ende steht wieder ein Anfang.
EinsEinsEins transportieren die hohe Phase des elektronischen Krautrocks wie man ihn von Rheingold, Michael Rother, Kraftwerk, Neu! und La Düsseldorf kennt ins Hier und Jetzt. Für Kenner des Genres hört sich vieles vertraut an und strotzt trotzdem vor Aktualität wie man sie eingangs des neuen Jahrtausends von 'von Spar' kannte. Tonzonen Records haben es wieder einmal geschafft eine Band auf zu tun, die "alte" Musik in neue Gewänder hüllt und diese somit für für die Nachwelt zu konservieren.
Ein Zitat aus dem Pressetext:
"Nach der Zerstörung ihres Planeten ĬİĨ durch Ausbeutung der Ressourcen und Kriege fanden Einseinseins nach langer Reise auf dem blauen Planeten Erde Zuflucht. Dort lebten sie jahrelang im Verborgenen unter der Erde und nahmen das Aussehen, die Bräuche und Eigenheiten der Erdbewohner an. Sie entdeckten jedoch bald, dass unzählige Störungen – verursacht durch menschliche Aktivitäten – das Gleichgewicht der Erde bedrohen. Deshalb nutzen Einseinseins das Medium Musik, um ihre kosmischen Klänge bis in die Weiten des Universums zu senden und Kontakt mit möglichen Überlebenden ihres Heimatplaneten aufzunehmen. Ihre codierten Schallwellen dienen dazu, menschliches Verhalten zu ändern, um eine drohende Apokalypse abzuwenden. Sie bringen Frieden!"
Das französische Boutique-Label Bigoût Records wird am 21. Januar die neue LP des französischen Punk/Noise-Rock-Kraftpakets SALO mit dem Titel From Melmac With Hate veröffentlichen!
Salo ist ein Trio aus Lyons zwielichtiger Schattenseite: Es ist der befriedigende Schmutz in den Mundwinkeln und der leere Blick, der mit einer Fülle schlafloser Nächte einhergeht.
Und so wie die Band sich ankündigt ist auch ihr Debütalbum ausgefallen: roh, ungeschliffen, voller Wut und Energie. So iwe man es sich von einem Noise-Punk-Album wünscht. Die erste Hälfte des Albums geht punkig, schnell nach vorne, mit den drei längsten Songs in der Mitte des Albums wird das Tempo zugunsten des Lärms etwas rausgenommen um dann mit den letzten vier Songs nochmal so richtig durchzustarten.
Zwischen der Blitzgeschwindigkeit von hochklassigem Garagen-Noise-Rock und einer viszeralen Punk-Attitüde schwankend, legt Salo mit seinem neuen Album „From Melmac With Hate“ nicht ohne Klasse und Erfolg ein großartiges Debütalbum vor.
Im großen Spiel der Einflüsse kommen einem, obwohl perfekt assimiliert, das Flair von Thee Oh Sees, die Aggressivität von Metz und die Kneipentour-Prahlerei von The Fall in den Sinn.
Mit einem langsam brennenden, introspektiven Sound sind Echotide ein australisches cinematisches Trio mit einem dynamischen Song-Ansatz, der von zartem und minimalistischem Ambient bis zu einer allumfassenden Klangwand reicht.
Die Band wurde ursprünglich als Nebenprojekt von Mitgliedern der Progressive-Metal-Band Arcane, dem Gitarristen Michael Gagen und dem Keyboarder Matthew Martin gegründet. Zur ursprünglichen Besetzung gehörte der ursprüngliche Drummer von Caligula’s Horse, Geoff Irish, der 2012 auf dem Debütalbum der Band 'As Our Floodlights Gave To Dawn' zu hören war.
Der Albumtitel ist bezeichnend für die musikalische Bandbreite, die die Australier hier vorweisen. Die sieben Songs weisen eine dystopische Färbung aus und strahlen doch eine große Hoffnung aus. Sie entführen den Hörer auf eine Reise, die in der Nacht beginnt und in den Morgen führt. Für Fans des getragenen, ruhigen, cinematischen Post-Rocks ist dieses Album ein Schmanckerl, das nun endlich wieder auf der musikalischen Oberfläche erscheint.
Die Band zum Album:
"Das Schreiben von Into The Half Light kam am Ende einer Zeit der Turbulenzen und Unsicherheit, dem Verlust unseres ersten Schlagzeugers, der Auflösung anderer Bands, an denen wir beteiligt waren, und unserem Wunsch, etwas Älteres, Weiseres und Bewussteres zu schreiben. Wo „Floodlights …“ ein geliebtes erstes Kind ist, ist "Into The Half Light" das helle, das, von dem ich hoffe, in 20 Jahren immer mehr Menschen es finden und sich mit ihm verbinden.“
Diese Gelegenheit bietet die Band den Menschen nun mit diesem Re-Release.
Underoath ist seit fast zwei Jahrzehnten eine wegweisende Stimme im progressiven Heavy Rock. Wenn man sich die lange Liste ihrer Zeitgenossen ansieht, können es nur wenige mit der Band aufnehmen, wenn es darum geht, konsequent an die Grenzen zu gehen oder sich kreativ weiterzuentwickeln, ohne das aus den Augen zu verlieren, was sie ursprünglich so besonders gemacht hat. Diese Verpflichtung, niemals in einem „Rinse and Repeat“-Zyklus stecken zu bleiben, wie Sänger/Schlagzeuger Aaron Gillespie es ausdrückt, hat der Band zwei goldene Schallplatten, drei Grammy-Nominierungen und eine ausverkaufte Arena-Show in ihrer Heimatstadt Tampa eingebracht. Auf Voyeurist, ihrem siebten Album in voller Länge (und zweites mit Fearless Records), hat Underoath erneut Brillanz darin gefunden, die Grenze zwischen Neuerfindung und den grundlegenden Elementen des Projekts zu überschreiten.
Die An- und Schlagzahl der Metalcore-Releases ist enorm hoch in den letzten Monaten und vieles hört sich ähnlich an. Das Underoath-Release zum Beginn dieses Jahres ist hier eine angenehme Überraschung. Es ist einen ticken härter als viele ihrer Konkurrenten, lässt die bekannten Stilmittel nicht außer Acht und bringt immer wieder neuen Drive in dieses viel gehörte Genre.
Die Geschichte von Voyeurist lässt sich bis zum von der Kritik gefeierten Livestream-Event der Band im Jahr 2020, Underoath: Observatory, zurückverfolgen. Als eine globale Pandemie das Fundament der Musikindustrie erschütterte, beschritt die Band mit dieser einzigartigen Erfahrung einen neuen Weg nach vorne. In einer Zeit, in der das Interesse am digitalen Konsum von Live-Musik nachließ, hauchte die Band dem Reich mit einer kompletten Überarbeitung des Prozesses neues Leben ein und schuf etwas zu gleichen Teilen Intimes und Monumentales. Es trug das Gewicht einer ausverkauften Arena-Show, die durch Gefäße übersetzt wurde, die im Wohnzimmer eines Fans konsumierbar waren. Umso wirkungsvoller war die Tatsache, dass die gesamte Initiative weitgehend von der Band und ihrem Team erdacht und verwirklicht wurde. Der Erfolg von Observatory gab Underoath das Selbstvertrauen, ihre nächste Platte zum ersten Mal in ihrer Karriere selbst zu produzieren.
Konzeptionell war Underoath in der Lage, etwas zu zaubern, das sowohl persönlich für ihre eigenen Erfahrungen als auch universell auf die jedes einzelnen Zuhörers übersetzbar ist. Es hat mehrere miteinander verbundene Bedeutungen, die jeweils auf das Konzept zurückgehen, wie wir uns über soziale Medien kuratieren und wie diese Fassade viel von dem maskiert, was wir tatsächlich im Leben erleben. Bei Voyeurist geht es darum, die Tatsache anzunehmen, dass das Bestehen im digitalen Zeitalter bedeutet, dass wir immer beobachtet werden, aber das Konzept soll personalisiert sein. Es wurde so gestaltet, dass jeder Zuhörer seine eigene Bedeutung zieht und sich diese Interpretation bei späteren Hörvorgängen weiterentwickelt.
"Haben Sie schon einmal einen Mann gesehen, der durch die Glocke seines Saxophons schreit, verstärkt um 5000 Watt? Diese Band muss man gesehen haben."
Das australische Avantgarde-Rock-Quartett Pirate hat angekündigt, dass es sein 2009er Debütalbum Left Of Mind im Rahmen der 10-jährigen Jubiläumsreihe von Bird's Robe Records erneut veröffentlichen wird.
Das Debütalbum Left Of Mind ist der Nachfolger ihrer von der Kritik gefeierten selbstbetitelten EP von 2009 und ihres 2007er Demos, die in Sydneys Underground weit verbreitet waren - sogar in die Hände von Adrian Belew (King Crimson) und Billy Rymer (Dillinger Escape) gelangten Planen).
Das Debüt ist eine deutliche Weiterentwicklung für die Gruppe, mit ihrem ersten Einsatz von melodischem Gesang, zurückhaltendem und hypnotisierendem experimentellem Pop und vielschichtigen Klanglandschaften, wobei Tracks wie „In The Balance“, „Animals Cannibals“ und „Finish“ neue Wege gehen.
Fans von Pirates frenetischem technischem Groove-Rock werden immer noch beeindruckt sein - Tracks wie 'Rough Shuffle', 'Time Minus Five' und 'Left Of Mind' beweisen, dass sie zu Recht zu den leidenschaftlichsten und aufregendsten der Progrock-Szene Australiens gehören.
Live auf der Bühne glänzte die Band jedoch am hellsten, indem sie wild konstruierte Riffs mit epischen Improvisationskünsten und einem entschlossenen Fokus auf Experimente mischte.
Hier wird wild gemixt: Progressive Rock, Progressive Metal, Jazz, Fusion, Art Pop, Alternative. Bei diesem wilden Stilmix bleibt kein Auge bzw. Ohr trocken und die Liebhaber exzentrischer Musik werden hier defitiv fündig.
Elvis Costello & The Imposters veröffentlichen "The Boy Named If", ein neues Album, welches mit der Veröffentlichung der rockigen Single-Auskopplung „Magnificent Hurt“ angekündigt wurde.
Das Album wurde von Sebastian Krys und Elvis Costello produziert und ist eine Sammlung aus 13 Schnappschüssen, "die uns von den letzten Tagen einer verwirrten Kindheit bis zu dem demütigenden Moment führen, in dem einem gesagt wird, man solle aufhören, sich wie ein Kind zu benehmen", wie Costello es beschreibt.
Elvis Costello hat in seiner beeindruckenden Karriere mehr als dreißig Alben in verschiedensten Musikrichtungen von Pop- und Rock & Roll veröffentlicht. Den internationalen Durchbruch schaffte er schon 1977 mit seinem Debüt-Album „My Aim Is True“: Nachdem es auf Platz #14 der britischen Albumcharts kletterte erreichte es auch in den Staaten Platz #32 und wurde zum Millionenseller.
Nun, mehr als 40 Jahre später, können sich Fans ein weiteres Mal auf neue Musik des Superstars freuen. „The Boy Named If“ entstand in Kollaboration mit The Imposters, mit denen Costello bereits vier erfolgreiche Alben veröffentlichte, zuletzt „Look Now“ (2018).
Es gibt Künstler wie Frank Zappa, Joe Jackson und dazu gehört auch Elvis Costello, die dem Namen nach vielen geläufig sind, die auch bei einigen direkt mit einem Titel in Verbindung gebracht werden, es aber nie zu wirklichem Ruhm gebracht haben.
Elvis Costello hat mit seinen zahlreichen Auskopplungen und weitreichenden Ausflügen in diverse Musiksparten einen wesentlichen Einfluß auf die heutige intelligente Pop und Rockmusik genommen.
Um so schöner ist es, wenn immer wieder zeitlose Musik von ihm (hier mit der Band The Imposters) erscheint: es klingt vertraut, doch immer wieder neu, unaufgeregt und doch irgendwie immer wieder rebellisch.
Das spanische Post-Rock-Outfit TOUNDRA veröffentlicht am 14. Januar 2022 ihr achtes Studioalbum "Hex". Wie viele Bands auf der ganzen Welt hat das Jahr 2020 den Madridern eine neue und unerwartete Realität aufgezwungen, die ihre Tourpläne zunichte gemacht hatte und so begannen sie, ihren Fokus unter ungewöhnlichen Umständen auf die Aufnahme von neuem Material zu verlagern.
Nach ihren Ausflügen in die "Soundtrack"-Ecke und einer sehr ruhigen Vertonung von "Das Cabinet des Dr. Caligari" nehmen die Spanier wieder mehr Fahrt auf und finden bei ihrem Neuling zurück zu ihren Wurzeln. Sie präsentieren straighten, trockenen Post Rock, der so trocken und staubig rüberkommt wie die Wüste von Tabernas. Mit diesem Output bringen sie die Besucher, der hoffentlich bald wieder stattfindenden Konzerte zum Kochen.
Die Leidenschaft für malerische Tonleinwände und meterhohe Wall of Sounds wie man sie von ihrem Album Vortex kennt, ist nun wieder da und verzückt den Freund des gepflegten Instrumentalsounds.
Während die Welt mit zunehmender Geschwindigkeit den Abgrund umkreist, sind WIEGDOOD zurückgekehrt, um einen perfekt bösartigen Soundtrack zu liefern. Das 2014 gegründete belgische Trio hat sich einen unangreifbaren Ruf als Lieferant von viszeralem und düsterem Black Metal in seiner reinsten und destruktivsten Form aufgebaut. Seit der Veröffentlichung ihres Debütalbums De Doden Hebben Het Goed im Jahr 2015 haben WIEGEDOOD einen endlosen Weg in die musikalische Dunkelheit gebahnt, ihre aufkeimende Bekanntheit mit einigen der apokalyptischsten Live-Auftritte der letzten Zeit gestärkt und zwei weitere Alben produziert – De Doden Hebben Het Goed II und III, erschienen 2017 bzw. 2018 – die die einzigartige kreative Kraft der Band unter Beweis stellten.
Wieder auftauchend, diesmal aus der unfreiwilligen Einsamkeit einer von der Pest heimgesuchten Welt, melden sich WIEGEDOOD mit ihrem vierten Studioalbum There’s Always Blood At The End Of The Road zurück. Eine wilde Tour-de-Force, geboren aus Frustration und der ständig brennenden Flamme des Hasses auf die moderne Welt, markiert die neue Platte einen bedeutenden Aufbruch für diese rücksichtslos einzigartige moderne Metal-Band.
Von den muttersprachlichen Texten hat man sich mehr oder minder verabschiedet und bringt nun seine Auswürfe in englischer Sprache dar.
Es geht extrem düster und hart nach vorne. Es scheint keine Grenzen zu geben. Auch wenn die Geschwindigkeit und Düsterheit furchteinflüßend scheint, so sind die melodiösen Anteile nicht zu verachten. Für den in die Nische gedrängten Black Metal wird hier nicht gekleckert, sondern geklotzt.
„Ein ‚Epigone‘ ist ein Anhänger oder Nachahmer oder eine Art Akolyth, der normalerweise im Kontext von Kunst oder Philosophie verwendet wird“, sagt Evan. „Jeder Song auf diesem Album setzt sich auf irgendeine Weise mit diesem Konzept auseinander, jeder aus einem anderen Blickwinkel. Mein eigenes Versagensgefühl, das Bemühen, mich authentisch zu präsentieren, sowie die allgemeine Abneigung, sich überhaupt mit dem Begriff „Künstler“ zu identifizieren, waren die Ausgangspunkte dieses Themas. Die Texte sind jedoch nicht unbedingt nur aus meiner persönlichen Perspektive geschrieben, obwohl sie offensichtlich stark von meiner Erfahrung geprägt sind. Ich denke, jeder dieser Kämpfe transzendiert die Notlage des Künstlers und versucht, etwas Grundlegenderes zu berühren.“
Irgendwie passt es schon, wenn das Album Epigone heißt, denn es sind die wildesten Anspielungen aus dem klassichen und härteren Progressive Rock zu verzeichnen. Es sind die Klassiker wie Kansas oder in Anspielungen sogar Genesis und King Crimson zu vernehmen, aber auch jüngere Protagonisten wie Dream Theater, Ayreon und in erster Linie Devin Townsend sind zu nennen.
Allerdings wird nicht lediglich nachgeahmt, sondern es werden Verknüpfungen zwischen den verschiedenen Vorbildern hergestellt, die den Sound der Band einzigartig macht.
Mit der ersten Veröffentlichung für dieses junge Jahr ist ein guter Einstieg geschafft.
Wenn es um energiegeladenen, eingängigen und gefühlvollen Alternative Prog geht, kann man bei KOSMODOME nicht viel falsch machen, die am 10. Dezember ihr selbstbetiteltes Debütalbum auf Karisma Records veröffentlicht haben
Zu dem im Vorfeld veröffentlichten Track Hypersonic hat die Band Folgendes zu sagen:
"Wenn Sie sich wie ein Versager fühlen, weil ein hektisches Leben Sie aus dem Gleichgewicht bringt, kann Musik das einzige sein, das Ihnen ein Gefühl der Kontrolle zurückgibt, weil es Sie an einen anderen, bequemeren Ort führt; der Realität entfliehen. Musik und Musikkreation können Sie jedoch auch davon ablenken, sich Ihren Problemen wirklich zu stellen und die Kontrolle über das Leben zu behalten, wenn Sie immer im Rückstand sind."
Kosmodomes riffbasierter Rocksound wurde ursprünglich von den Brüdern Sturle (Gitarre und Gesang) und Severin Sandvik (Schlagzeug) gegründet und weist markante Stoner-Elemente auf, die alle sehr effektiv in einen progressiven Rahmen passen. Durch die Erweiterung ihrer Live-Besetzung um einen Bassisten und Gitarristen können Kosmodome nun zu viert auf der Bühne stehen.
Gesanglich streifen die Norweger öfters die Tonlage und Melodiebögen ihrer Landsleute von Ruphus, aber auch Santana-Einlagen sind immer wieder zu hören. Wie soll das alles zusammenpassen? - Sehr gut sogar. Es wird definitiv ein Album sein, das öfters im Player drehen wird.
No God Only Teeth sind ein Post-Metal/Sludge-Quintett aus Hamburg und Placenta ist ihr Full-Length-Debütalbum auf Vinyl und CD, das am 10. Dezember über Narshardaa Records veröffentlicht wurde.
Mit ihren Wurzeln in verschiedenen Arten von extremer und emotionaler Musik kombinieren sie all ihre Klänge zu ihrem unverwechselbaren Klangbild. Zwischen schweren Gitarrenriffs begleiten einige sanfte Klänge ihre aufbrausenden Melodien. Reflexionen des Verlustes in unruhigen und beunruhigenden Liedern.
Musikalisch ist das Album keine leichte Kost: Schleppende Sludge- und Post Rock Gitarren, (post-)punkige Einlagen und was die ganze Scheibe so anstrengend macht sind die Emo-Screams. Hier hätte etwas mehr Abwechslung gut getan.
Orsak:Oslo ist ein melancholisches Gebräu aus Kraut, Psych und Post-Rock mit sanften, fuzzerfüllten Melodien und einer spürbaren nordischen Atmosphäre. Auf der neuen Veröffentlichung Skimmer/Vemod der Band, die am 10. Dezember erschienen ist, untersuchen sie gegensätzliche inspirierende Hintergründe und Methoden.
Skimmer leiht sich Atmosphären von feuchten Waldböden und der Flora des Mittellandes, Einflüsse, auf die Orsak:Oslo nicht allgemein Bezug nimmt. Die Grundlagen der Songs wurden als Live-Jam geschrieben und aufgenommen, was mittlerweile zum Markenzeichen der Band geworden ist.
Vemod steht in krasser Opposition, da die Band zum Zeitpunkt der Gründung durch die Pandemie in verschiedene Länder getrennt war. Dies erforderte einige experimentelle Songwriting- und Aufnahmetechniken, und Orsak:Oslo musste sich über ihren Standardmodus Operandi hinauswagen. Auf der vertrauten Seite nennt die Band Vemods Einflüsse als „nautisch“, was auch für einige ihrer früheren Arbeiten eine Inspiration war.
Orsak:Oslo wurde von Christian aus Göteborg, Schweden und Øyvind aus Olso, Norwegen, gegründet. Am 1. Juli 2014 veröffentlichten sie ihre erste EP Torggata Sway, benannt nach der Straße, in der sie die Wohnung geteilt hatten. Bald darauf kam Bjarne (damals Tasten, jetzt Gitarre) dazu. Das letzte Stück passte 2016, als Peter am Bass hinzukam.
Jetzt, weniger als 7 Jahre nach Torggata Sway, hat Orsak:Oslo 11 digitale Eps veröffentlicht. Die letzten beiden, Skimmer und Vemod, erscheinen auf Vinyl in limitierter Auflage und weiteren Formaten über Kapitän Platte.
Einerseits klingen die Arrangements düster-dystopisch, andererseits laden die Tracks auch immer wieder zum Träumen ein. Orsak:Oslo stehen in der Tradition der nordischen Psychedelic Post-Rocker und halten die Fahne des Genres hoch und mischen dieses mit Einsprengesel aus dem Krautrock. Ein absoluter Tip für Instrumental-Junkies.
The Spacelords präsentieren sich auf ihrem neuen Studioalbum voller Energie. Die drei Tracks entfalten in gewohnter Manier ihre komplette Schönheit. Das heißt, der Aufbau der einzelnen Stücke lässt Raum für die nötige Entfaltung, greift genau im richtigen Moment zu um den Hörer mit Präzision und Höchstgeschwindigkeit in die Umlaufbahn zu katapultieren. „Unknown Species“ bietet Space Rock und Psychedelic der besten Art. Drei lange Stücke zwischen 8 Minuten und über 20 Minuten sind der perfekte Hörgenuss für jeden Spacelords-Fan.
Die Musik wabert und mäandriert vor sich hin wie eine Lavalampe ohne jedoch jemals an Spannung zu verlieren, wie man es bei Longtracks vermuten könnte. Hier wird psychedelischer Space Rock zelebriert und entwickelt. Eine Reise durch Raum und Zeit ins intimste Innere der Seele.
Allein unter vier Millionen isolierten Menschen. Ein langer, nicht enden wollender Winter. Keine Konzerte in Sicht. Musik als Therapie war nie wichtiger als jetzt. Den Blick nach innen zu lenken, wenn der Blick nach außen einfach zu desillusionierend ist.
Berlins vielleicht wichtigste Rock-Band Kadavar hat nach dem betörenden „The Isolation Tapes“ nun schon ihr zweites Pandemie-Album geschrieben. Diesmal waren sie nicht allein in der Isolation: Sie schlüpften mit den US-amerikanischen Prog-Rock-Wunderkindern Elder unter eine Decke, ebenso Berlin-Immigranten wie es Kadavar vor zehn Jahren waren, und versanken in ihrer Musik. Entstanden ist mit der Ausnahmeerscheinung „A Story Of Darkness & Light“ ein Wunderwerk der musikalischen Libertas, ein ausuferndes Werk zwischen Rock, Prog und Alternative, zusammengehalten von den Gegensätzen beider Bands. Licht und Schatten. Alpha und Omega.
Es wabert und rockt wie in den Spät-1960ern und 1970ern. Die frühen Pink Floyd lassen grüssen, die psychedelischen Beatles schauen kurz ums Eck und auch Elektro-Krautiges aus der Berliner Schule lässt sich vernehmen. Was die beiden Bands in Kollaboration schaffen ist ein musikalisch positiver Meilenstein dieser besch***enen Corona-Ära.
Elder-Frontmann Nick DiSalvo erinnert sich: „Mich hat das immens breite Spektrum an Sounds und Ideen, die unsere beiden Bands heraufbeschworen, sofort gepackt – Sounds, die zu keiner unserer Bands gehören, aber einfach so spontan entstanden.“ Obwohl sich die Arbeitsweise beider Bands stark unterscheidet, war der Prozess für alle Beteiligten „belohnend, seltsam und herausfordernd zugleich“, so DiSalvo. Doch was von Anfang an vorhanden war, so Kadavar-Bassist Bouteloup, war „ein gemeinsames musikalisches Vokabular und ein gegenseitiges Vertrauen in die ureigene Ästhetik.“
Kadavar…
sind ein Berliner Trio, das sich seit seiner Gründung 2010 durch sechs Alben gedröhnt hat, von denen jedes einer anderen Schattierung im wilden Buch des Rock’n’Roll gewidmet war. Ihre sechste Platte, die dommige Höllenfahrt “For The Dead Travel Fast” (2019) knackte die Top 10 in Deutschland und führte die Band um die Welt. Mal wieder. Seit 2020 bringen Kadavar ihre Musik bei ihrem eigenen Label Robotor Records raus, immer auf der Suche nach neuen Irrwegen durch Classic Rock, psychedelischer Berauschung und doomiger Schwere.
Elder…
sind ein US-amerikanisches Konglomerat aus den waldigen Weiten von Massachusetts, das eine neue kreative und private Heimat in der Weite Berlins gefunden hat. Ihr wundersamer und geheimnisvoller, sowohl tröstender als auch mitreißender Blick auf Psychedelic und Stoner Rock führt regelmäßig die Jahresbestenlisten von Kritikern und Hörern an. Gegründet 2006, haben sie bisher fünf verwunschene Alben veröffentlicht, jedes für sich eine Reise ins Innere der Musik.
Nach dem Erfolg von „A Day at the Beach“ im Sommer 2020 wollte Airbag die Songs unbedingt live präsentieren. Leider waren eine normale Tour oder normale Shows aufgrund all der Covid-19-Beschränkungen keine Realität. Stattdessen ging die Band ins Subsonic Society Studio in Oslo, wo sie ihre letzten Studioalben aufnahm, um ein Akustikset aufzuführen, das im Frühherbst letzten Jahres gestreamt wurde.
Neben akustischen Versionen von 3 Songs aus „A Day at the Beach“ und den Klassikern „Colours“ und „Sounds That I Hear“ enthält diese Veröffentlichung den bisher unveröffentlichten Song „Come on In“.
Die Dreier-Besetzung des Unplugged-Konzerts lässt die Magie der melancholischen Artrocker aus Norwegen auch im akustischen Kleid voll zur Geltung kommen. Einigen werden die Dynamik und der Druck der Studioalben fehlen, aber für lange Herbst- und Winterabende ist dieses Album genau richtig und zeigt wie vielseitig die Combo aufgestellt ist.
Die schwedischen Legenden UNANIMATED sind auf ihrem neuen Album Victory in Blood aus dem todlosen Schlaf zurückgekehrt. Konzeptionell wurde die Fortsetzung von In the Light of Darkness (2009) über den größten Teil des letzten Jahrzehnts in Erwägung gezogen und teilweise umgesetzt.
Während die Annihilation EP (2018) gehorsam als Notlösung diente, winkte der Abgrund mutwillig nach einem abendfüllenden richtigen Album. UNANIMATED folgten dem Ruf aus dem Jenseits und schrieben eine wahre Horde neuer Songs – insgesamt 12 – mit den sprichwörtlichen Newcomern Anders Schultz (Schlagzeug) und Jonas Deroueche (Gitarren), die dazu beitrugen, das okkult inspirierte Oeuvre der Band dennoch aggressiv voranzutreiben.
Zwölf Songs, die dem Hörer das Hirn rausprügeln und trotzdem niemals nur Krach hervorbringen. Die Melodielinien sind klar und zeigen deutlich, wie viel Songwriting-Potential die Band besitzt.
Wer als Anänger der extremeren Metal-Spielarten hier keinen Gefallen dran findet, der wird wohl nie wirklich fündig werden.
Ein Tagebuch des Verlustes. Hin und her zwischen Erinnerungen, Präsenz und dem inneren Ringen. Ein kathartischer Prozess. Introvertiert. Schleifend. Zerbrechlich. Es soll dich nicht trösten. Es soll dir keine Antworten geben.
Für ihr zweites Album entschied sich Kavrila für die Aufnahme von Mor im Vergleich zu ihrem vorherigen Album und ihren EPs zu einer gänzlich anderen Herangehensweise. Eine zweitägige Live-Aufnahmesession mit dem Produzenten und Toningenieur Timo Höcke in seinem Wellenschmiede Studio in Hamburg sollte es sein. Abgesehen von ein paar Overdubs wurde alles andere im Studio komponiert und aufgenommen. Während des kreativen Prozesses von Mor wurde entschieden, der Musik die nötige Zeit zu geben, damit sie besser zu Alex' Gesang und seiner Herangehensweise an die Texte schwingen konnte. Der Tod seiner Mutter und der Prozess der Bewältigung wurden zum Hauptthema des gesamten Albums. Dies war nicht im Voraus geplant, sondern resultierte aus der natürlichen Weiterentwicklung der Musik und den Gesprächen innerhalb der Band.
Die Sounds gehen im Sludgy-Teil in Richtung Alcest, wobei die Hardcoreanteile und der "Gesang" von Alex Richtung Rollins Band taumeln und auch die Skatecorer von Fugazi nicht vernachlässigen. Das Album ist kompromisslos und biedert sich an keine spezielle Hörerschaft an. Nach 28 Minuten ist der gefühlsmäßige Par-Force-Ritt leider auch schon vorbei - für ein Full-Length-Album ein bisschen zu wenig.
Die Zeiten der Corona-Live-Alben ist leider noch nicht vorbei und so bescheren uns auch die Experimental-Avantgarde-Metaller von Imperial Triumphant mit einem dieser Alben, die leider genauso steril klingen wie die verpackten Selbsttests, denn kein Klatschen oder Publikumsgeräusch ist zu vernehmen.
Allerdings beweisen die Exzentriker, dass sie die Klanggebilde auch in einer Bühnenshow darbieten können, wovon wir uns auch gerne selbst überzeugen würden.
Musikalisch ist das alles starker Tobak: extremer Metal trift auf Kirchenorgel trifft auf Jazz-Elemente trifft auf Samples trifft auf Blechbläser. Was will man als Anhänger experimenteller Musik mehr? - Okay, ein Live-Erlebnis bei einem Live-Album. Das ist jedoch das einzige Manko.
Mit einer über dreißigjährigen Karriere und neun Major-Label-Veröffentlichungen hat The Tea Party, bestehend aus Jeff Martin, Jeff Burrows und Stuart Chatwood, die Aufmerksamkeit der Fans auf weltweiter Ebene erfolgreich auf sich gezogen. Sie haben nicht nur fast 2 Millionen Platten weltweit verkauft, sondern sind auch unzählige Male durch Kanada, die Vereinigten Staaten, Europa und Australien getourt. Ein Großteil des Erfolgs der Band ist auf ihre überlebensgroße Bühnenpräsenz zurückzuführen, die Industrial Rock, Blues, Progressive Rock und Einflüsse aus der Musik des Nahen Ostens umfasst, die von den Medien als "Maroccan Roll" bezeichnet werden.
Viel ist von dieser "innovativen" Mixtur über die Jahre nicht mehr übrig geblieben. Vieles nimmt nur noch bezug auf die Rockgrößen der 1970er wie Led Zeppelin oder The Doors und schielt Richtung Airplay.
„Meine Freunde, es ist viel zu lange her, dass Europa und The Tea Party sich treffen konnten. Wir wollten sicherstellen, dass dieses Angebot genau das Richtige für Ihre Ohren ist, und ich glaube, das ist uns gelungen. Viel Spaß“ – Jeff Martin (Lead Singer & Guitar, The Tea Party).
2021 markiert den dreißigsten Jahrestag der Tea Party, und in den kommenden Jahren ist von ihnen noch einiges - hoffentlich auch wieder "innovativeres" - zu erwarten…
Die australische Progressive-Rock-Gruppe Closure In Moscow hat angekündigt, ihr Debüt The Penance and The Patience zum ersten Mal auf Vinyl zu veröffentlichen.
Die Feierlichkeiten sind Teil der 10-jährigen Jubiläumsreihe von Bird's Robe Records, die von März 2021 bis März 2022 läuft und eine riesige Auswahl von Australiens legendären Progressive-, Alternative-, Post-Rock-, Post-Metal- und experimentellen Pop-Künstlern präsentiert.
Closure In Moscow haben in den letzten zehn Jahren seit ihrer Gründung in Melbourne, Australien, internationale Anerkennung für ihre herausragende Live-Performance und ihren avantgardistischen Sound erhalten. Nachdem sie 2008 mit ihrem Debüt The Penance And The Patience auf die internationale Bühne gestoßen waren, erlebte ihr Full-Length First Temple bei seiner Veröffentlichung im Jahr 2009 den Durchbruch der Band in den USA und wurde seitdem als einer der beliebtesten Acts angesehen in der Welt des Progressive Rock.
Das seit längerem vergriffene Debütalbum der Band spiegelt den Umbruch des Progressive Rock von vertrackten Nummern zu kürzeren Songs wider, die sich Anleihen aus dem Post und Alternative Rock bedienen und irgendwie auch schon wieder tanzbar sind.
Für alle Fans des Progressive Rock, die sich abseits der ausgetretenen Genesis, King Crimson und Yes-Pfade wohlfühlen!
Nachdem die Band für ihr drittes Album bei Prosthetic Records unterschrieben hat, stellt das Jahr 2021 den Beginn einer neuen Ära für ETERNITY’S END dar. Die Europäischen Tech Power Metaller veröffentlichen „Embers Of War“ am 26. November.
Im Jahr 2014 von Gitarrist und Songwriter Christian Münzner (Obscura, Paradox, Alkaloid, ex Necrophagist) gegründet, durchliefen ETERNITY’S END eine Reihe von Line Up Wechseln auf dem Weg ihren Sound zu perfektionieren und sich zu einer Band zu entwickeln, die auch logistisch in der Lage ist zu touren. Bis heute hat die Band zwei von der Kritik gefeierte Alben veröffentlicht, das erste finanziert durch eine erfolgreiche Crowdfunding Kampagne.
Mit einem erneuerten Line Up an Board machte sich die Band an die Arbeit für Embers Of War. Das Album enthält zahlreiche Harmony Leads und Trade Offs die an Bands wie Racer X und Cacophony erinnern und bombastische Refrains in der Tradition von Iron Savior und Blind Guardian.
Mit aggressiven, rasiermesserscharfen Riffs, dem technischen High Speed Drumming von Hannes Grossmann, dem erhabenen Gesang von Iuri Sanson (ex Hibria) und grossen, epischen Chören besitzt Embers Of War die Merkmale eines zukünftigen Klassikers in dem Genre. ETERNITY’S END sind auf einer Mission, sich auf all die Over The Top Elemente des Power Metal Genres zu fokussieren und diese mit technischer Finesse und Anspielungen zum klassischen Heavy Metal zu kombinieren und ein Album zu erschaffen, dem Headbanger weltweit nicht wiederstehen können werden.
Lyrisch und visuell zielt die Band darauf ab, einen Moment des Eskapismus darzubieten – die Wahrheit in der Fiktion widerzuspiegeln und die Magie von Theater und Literatur in einem Heavy Metal Kontext zu repräsentieren. Diese acht Song werden den Hörer in eine Welt voll magischer Wunder entführen, weitab von der Realität des Alltags. Die Songs auf Embers Of War erzählen Fantasy, Horror und Science Fiction Geschichten, inspiriert von Autoren wie Michael Moorcock, Robert E. Howard und Frank Belknap Long, sowie moderneren Autoren wie Dan Simmons.
Die Band hat die Songs technisch hervorragend eingespielt, die Produktion ist ohne Makel, man hört nicht viel Neues aus dem Power Metal Lager, aber das soll dem ganzen Projekt keinen Abbruch tun, denn genau das ist es, was das Album ausmacht.
Die Black Label Society hat am 26. November ihr 11. Studioalbum Doom Crew Inc. über Spinefarm veröffentlicht.
Das Album ist digital, auf CD und auf 2-Disc-Vinyl in drei limitierten Farbvarianten erhältlich sein (Details unten).
Exklusive Vinylvarianten: -
Weiß x 2000 (180 Gramm)
Silber x 2000 (180 Gramm)
Grau/Marmor x 2000 (180 Gramm)
Darüber hinaus hat Spinefarm eine ganz besondere geladene und limitierte Box mit grauem/marmorfarbenem Vinyl, Kassette, CD, T-Shirt, Anstecknadel, Emaille-Abzeichen und einer offiziellen Fotokarte kreiert. Limitiert auf 500 weltweit.
Das 12-Track-Album ist sowohl eine Hommage an die „First to Bleed, Last to Leave“-Roadcrew der Band als auch ein Gruß an die Legion, deren Unterstützung bis 1998 zurückreicht und mit der KISS Army konkurrieren kann.
Die Lieder sind Oden an Feiern und Trauer, die Soundtracks an jubelnde Abende und verwirrende Tage, aufgenommen in Zakks Heimstudio, dem Schwarzen Vatikan. Auf diesem Album tauscht Zakk Soli und Doppelgitarrenparts mit Dario Lorina, unterstützt vom Grollen des langjährigen Bassisten John „J.D.“ DeServio und Powerhouse-Schlagzeuger Jeff Fabb. „Wir haben Father Dario noch stärker in die Soli eingebunden, haben uns mit mir verdoppelt und sind diesbezüglich stärker involviert“, sagt Frontmann Zakk Wylde. „Es ist wirklich, wirklich ein Zwei-Gitarren-Album, mehr denn je. Eine Zwillingsgitarrenband, ob Allman Brothers oder Judas Priest, mit Harmonielinien, Unisonolinien und Abwägen von Soli. Es entstand aus den Live-Shows, bei denen wir beide in die Menge gingen und Songs wie ‚Fire It Up‘ erweiterten.“
Wer auf Black Sabbath lastigen Heavy Rock steht, kleine Anleihen an den frühen bluesrockigen Danzig-Sound mag, der ist bei dieser Auskopplung gut aufgehoben.
Heute erscheint das Album "Vom Morgen Danach" von LAUTSTÆRKE als Deluxe-Edition. Dabei handelt es sich um das aus dem krisengeschüttelten Vorjahr stammende Album, geprägt von melodischem, deutschem Gesang und einer harten Mischung aus Punk, Rock, Pop und Metal, das nun mit zusätzlichem Bonusmaterial sowohl digital als auch in einer edlen Digipak-Variante neu aufgelegt wird. Mit den 21 von Frederic Gieselbach gemischten und neu gemasterten Songs beleuchten die fünf Rheinländer, die finsteren wie ironischen Seiten der heutigen Gesellschaft. LAUTSTÆRKE schreiben ihre Lieder nach dem Motto ‘Die Welt mit anderen Augen sehen’. Die Kritik an der Gesellschaft, an das Selbst und an die sozialen Normen bildet dabei die Essenz ihrer eingängigen Songs. Somit genau das richtige frische Futter für Fans von Bands wie Donots, Serum 114, Broilers oder Die Toten Hosen. Mit „Vom Morgen danach (Deluxe)“ bieten LAUTSTÆRKE ihren neuen und alten Fans krachende und motivierende Musik, die zum Nachdenken anregt und wichtigen Themen unserer Zeit Gehör verschafft. Dank der zwei unveröffentlichten Bonustracks „Fliegen“ und „Sommer deines Lebens“ können sich nun alle auf ein besonderes musikalisches Highlight freuen, mit dem die talentierte Punkrock Band die Neuauflage ihres Albums aufwertet. „Sommer deines Lebens“ löst zusammen mit dem von Hoever Film und Gitarrist Tobias Schönbeck im Alten Casino in Euskirchen produziertem Musikvideo ein sommerlich warmes Gefühl von Zuversicht aus. Die Kernbotschaft des Tracks ist dabei, dass man die Vergangenheit zwar nicht zurück in die Gegenwart holen kann, dies aber auch nicht notwendig ist, um den Augenblick zu genießen.
Das Album geht nach vorne. Die Texte bleiben sozialkritisch, wie man es sich von Punkbands erhofft, allerdings bleiben die Arrangements im bekannten Mainstream-Deutschpunk-Fahrwasser, so dass sich alle irgendwie damit anfreunden können und alles schön bekannt bleibt und auch vielleicht noch airplaytauglich wirken kann.
Die Zeit rast. Der Augenblick ist alles. Deshalb tauchten THE LURKING FEAR 2016 ganz einfach vor unseren abgestumpften Augen auf. Ein Ensemble aus Veteranen des schwedischen Metal-Undergrounds, das die Türen zu einer vertrauten, aber deutlich beunruhigenden neuen Welt des zahnrasselnden Old School Death Metal und bedrückender Lovecraftschen Angst aufbrach. Out Of The Voiceless Grave wurde 2017 veröffentlicht und wurde weithin als sofortiger Klassiker gefeiert, da Sänger Tomas Lindberg Redant, die Gitarristen Fredrik Wallenberg und Jonas Stålhammar, der Bassist Andreas Axelson und der Schlagzeuger Adrian Erlandsson eine sofortige und instinktive Chemie genossen. Obwohl ursprünglich als gelegentliches Nebenprojekt für alte Death Metal-Kumpel gedacht, klangen und fühlten sich THE LURKING FEAR bereits wie etwas Größeres, Dunkleres und Schrecklicheres an.
Dort, wo das erste THE LURKING FEAR-Album tief in die höhlenartigen Schrecken des einzigartigen Universums von HP Lovecraft eintauchte, geht “Death, Madness, Horror, Decay” einen Schritt weiter. Musikalisch gesehen ist dies eine einzige Death-Metal-Tour der alten Schule.
„Ich schätze, das ist das hässliche Stiefkind des neuen At The Gates-Albums!“ lacht Thomas. „So habe ich Leute wie Ligotti gefunden. Die Erben von Lovecraft. Somit wurde das Material von THE LURKING FEAR ein wenig philosophischer, aber immer noch viel direkter als das At The Gates-Album. Ich bin wirklich mit dieser Vorstellung vom Rand der menschlichen Wahrnehmung an die Albumarbeit gegangen, wo der wahre kosmische Horror beginnt. Ich wollte genau dieses Gefühl der Textvorlagen.“
Und mit allem Respekt, das ist The Lurking Fear gelungen: Ein echter Lichtblick im Death Metal Universum, das in keiner Sammlung fehlen darf.
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Taylor Swift ist zurück mit einer Neuauflage ihres Herzschmerzalbums “Red (Taylor’s Version)“! Es ist das Album, mit dem sich Taylor Swift in die Herzen der ganzen Welt sang – ursprüngliche Singles wie “I Knew You Were Trouble.“ und “We Are Never Ever Getting Back Together“ liefen im Radio rauf und runter und sind bis heute absolute Swift-Klassiker.
Diese erscheinen nun im neuen Look, begleitet von neun sogenannten “Vault-Tracks“, also Songs, die es bei der ersten Veröffentlichung im Jahr 2012 nicht auf das Album schafften. Darunter fällt auch der Heilige Gral der Swift-Fangemeinde: Eine zehnminütige Version der herzzerreißenden Ballade “All Too Well“, welche zwar nie als Single veröffentlicht wurde, aber im Fandom als der Swift-Staple schlechthin gilt. Taylor Swift belohnt die Liebe zu diesem Song aber noch weiter: Am Abend des Release-Tags veröffentlicht sie außerdem den Kurzfilm “All Too Well“, der von ihr geschrieben und produziert wurde und mit einer Starbesetzung mit Dylan O’Brien und Sadie Sink glänzt.
Zusätzlich bekommt die Sängerin auf mehreren Tracks des Albums tatkräftige Unterstützung, unter anderem von Ed Sheeran und Phoebe Bridgers, was nur noch einmal mehr verspricht, dass “Red (Taylor’s Version)“ das perfekte Album ist, um sich durch jede Art von Liebeskummer durchzuhören. Das Album ist in verschiedenen Formaten, die alle mit einem Booklet samt Fotos, Artwork und Lyrics erhältlich sind – jetzt Teil der “Red (Taylor’s Version)“ Ära werden!
Die 4 LPs der Edition sind auf 45 U/min ausgelegt, was für die heutige Zeit recht erstaunlich ist. Der Sound ist hervorragend und weist ein wenig mehr Dynamikumfang zur ursprünglichen Fassung des Albums auf. Leider wurde bei den Innersleves gespart und mal wieder nur Pappe verwendet statt gefütterte Innersleeves. Sonstige Beilagen sind leider auch nicht dabei. Dafür feiert man die Musik und die qualitativ hochwertige Aufnahme bei jedem Durchgang mehr.
Hintergrund zur Re-Issue laut LTO (Legal Tribune Online):
Hintergrund des Ganzen ist ein Streit um die Rechte an diesen Songs. Taylor schreibt ihre Songtexte sowie die Kompositionen in den meisten Fällen selbst und singt sie ein. Sie ist damit Urheberin oder zumindest Miturheberin und ausübende Künstlerin. Die Rechte an der eingespielten Komposition und dem Text stehen ihr zu. Keine Rechte hat sie jedoch an dem sogenannten Master, also der “Ur”-Tonaufnahme.
“Die Rechte an der Tonaufnahme werden zumeist mittels eines Bandübernahmevertrages an einen Tonträgerhersteller übertragen. Dieser Begriff ist historisch gewachsen, da früher physische Tonträger hergestellt wurden. Heute im digitalen Zeitalter nennt man diese Unternehmen Plattenfirmen oder ‘Labels‘”, sagt Rechtsanwalt Stephan Mathé von der Kanzlei Poppe in Pinneberg. Dem Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht zufolge übernimmt ein Label dann meistens nur die Nacharbeit, also die Aufgabe, eine Tonaufnahme, zum Beispiel in Form eines Download-Albums, zu vermarkten, zu bewerben etc. Dafür erhalte der ausübende Künstler eine entsprechende Vergütung bzw. Gewinnbeteiligung.
So geschehen auch bei Swift. Dies ist in Anbetracht der Tatsache, dass sie im Jahr 2006 mit Vertragsunterzeichnung ihre Karriere erst startete und auf ein Label angewiesen war, keine Besonderheit. Der Knackpunkt des Falls stellt aber der Verkauf des Labels an den Musikmanager Scooter Braun dar, der damit auch die Tonaufnahmen ihrer Alben erwarb. Auch das ist zunächst rechtlich gesehen nichts Aufsehenerregendes. Wie so vieles zurzeit in der Musikindustrie ist es jedoch zu etwas Besonderem geworden, einfach weil es um Taylor Swift geht.
Denn der passte weder, dass sie vor dem Verkauf nicht gefragt wurde, noch an wen das Label verkauft wurde. Swift sagt nämlich, Braun habe sie in der Vergangenheit “gemobbt”. Dieser arbeitete mit dem Rapper Kanye West zusammen, mit dem Swift ein sehr angespanntes Verhältnis hat – spätestens, seitdem West in seinem Song “Famous” die Sängerin als “Bitch” (dt. “Schlampe”) bezeichnete und behauptete, das sei so abgesprochen gewesen.
Ihren Unmut darüber, dass nun ausgerechnet an einen dem Vernehmen nach Verbündeten Wests in dieser Sache die Tonaufnahmen ihrer teilweise rekordbehafteten Alben gelangen, teilte Swift öffentlichkeitswirksam mit. Ihre außergewöhnlich treue und leidenschaftliche Fangemeinde steht hinter ihr. Inzwischen hat Braun die Rechte – wiederum für eine horrende Summe – weiterverkauft. In Medienberichten ist die Rede von 300 bis 400 Millionen US-Dollar. Swift hatte davon keine Kenntnis und wohl auch kein Angebot bekommen, die Rechte selbst zu kaufen.
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Malo Moray strebt danach, die menschliche Existenz durch immersive experimentelle Improvisationen in unkonventionellen musikalischen Umgebungen zu verstehen, die von Kosmos, Science-Fiction und veralteten Klängen inspiriert sind.
Sein neuestes Album Improvisations From The Solar System (And Other Solo Pieces) ist „der düstere Soundtrack zu einem dystopischen Stanley Kubrick-Film über die Einsamkeit eines verzweifelt einsam durch den Weltraum treibenden Astronauten“, wie die Presse berichtet. Martin Riebel alias Malo Moray ist der Protagonist dieses herausfordernden, ominösen Soundtracks, der die Weite und Isolation des Weltraums auf seine eigenen depressiven Erfahrungen während der COVID-Krise zurückführt.
Malos Soloprojekt ist ein fortlaufendes Experiment, das experimentelle Musik, Ambient, Kraut, Neo-Klassik und Jazz zu einem einzigartigen Ausbruch musikalischer Energien kombiniert: Modifizierte Tonbandgeräte, eine präparierte Gitarre und mehrere selbstgebaute Synthesizer umkreisen sein virtuoses, elektronisch bearbeitetes Kontrabassspiel ; emittieren riesige Klanglandschaften, die an das Sci-Fi-Sounddesign der 80er Jahre erinnern, das aus den avantgardistischen Werken von John Cale, Lou Reed, Brian Eno oder John Zorn hervorgegangen ist.
Von einem subtilen Sarkasmus durchzogen, umkreist das neue Album die menschliche Existenz selbst – die Gleichgültigkeit und Bedeutung des Menschen im Auge der erschreckenden Kraft und ungeheuren Schönheit der Naturschöpfung. Das neue Album Improvisations From The Solar System (And Other Solo Pieces) wird am 19. November 2021 auf allen Streaming-Plattformen, auf CD und als Bandcamp Exclusive Limited HUBBLE SPACE TELESCOPE Edition Tape erscheinen.
Wer düstere, experimentelle Musik im Geiste der Lou Reed & John Cale bzw. Brian Eno Werke verehrt, ist hier gerade richtig aufgehoben und kann sich auf eine phantastische, musikalische Reise begeben.
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No Feeling Is Final wurde aus einem Ort müder Verzweiflung geboren. Aus dem Wissen, dass wir in einer Welt leben, die in Richtung Selbstzerstörung rast. Wir beobachten, wie Wälder brennen und Meere steigen. Da die schlimmsten Tendenzen der Menschheit von den Mächtigen verfochten werden; Wut, Angst, Gier und Apathie. Wir sehen jede Ungerechtigkeit, jeden Konflikt, jede Katastrophe auf unseren Bildschirmen aufblitzen. Wir bleiben selbstgefällig und konsumieren, um unsere Mitschuld an den Strukturen und Systemen zu vergessen, die dieses Verhalten aufrechterhalten. Während die Welt am Rande einer Katastrophe steht, seufzen wir und scrollen weiter, das ungute Gefühl in unseren Mägen frisst uns jeden Tag ein bisschen mehr auf.
Dies ist die Basis aus der das Album seine Klanglandschaften bildet, die die Hoffnung auf einen Wandel und Besserung generieren und doh auch die Wut über das heutige Nicht-Handeln widerspiegeln. No Feeling Is Final ist eine Botschaft der Hoffnung und Solidarität. Es ist eine Geschichte wachsender Basisbewegungen auf der ganzen Welt, die die dem Untergang geweihte Zukunft, die uns verkauft wird, ablehnen und sich neue Realitäten auf der Grundlage von Gleichberechtigung und Nachhaltigkeit vorstellen. Es ist eine Abrechnung mit den Dämonen in unserer Geschichte und ein Versprechen, das Unrecht der Vergangenheit wiedergutzumachen. Es ist ein Plädoyer, aktiv zu werden, um die Welt zu gestalten, die wir künftigen Generationen hinterlassen. Es ist eine einfache Geste der Beruhigung für alle anderen, die in diesen unruhigen Zeiten zu kämpfen haben: “Mach einfach weiter. Kein Gefühl ist endgültig.”
Maybeshewill präsentieren sich nach ihrer Pause in einer Spielfreude, die dem Post Rock Genre wieder gut tut und sie wieder an die Spitze des Genres katapultiert.
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Die australischen Musik-Chamäleons Furnace And The Fundamentals feiern die weltweite Veröffentlichung ihres brandneuen Weihnachtsalbums “A Very Furnace Christmas”.
Die Band, die als „berauschendste Tanzparty der Menschheit“ beschrieben wird, hat ihre Talente in die Neuinterpretation klassischer Songs als Weihnachtshits verwandelt, unter anderem mit “YMCA” und “Gangsta’s Paradise” – und einer zum Headbangen einladenden Version von Rage Against The Machines “Killing in the name of”, das kurzerhand zu “Giving in the name of” umgewandelt wurde.
Das Video für die urkomische Weihnachtsversion der Band zu Rage Against The Machines Klassiker zeigt Furnace in voller Weihnachtskracher-Kleidung, die uns durch eine Reihe von viralen Clips von ernsthaft aufgeregten Kindern während der Bescherung führt.
Der neue Videoclip für YMCA zeigt die Band, die in Weihnachtskleidung gekleidet ist, mit der Kamera spielt und sogar den Weihnachtsmann selbst beschwört, zur Party zu kommen.
Für Menschen, denen die jährliche Weihnachts-Popsong-Parade am Allerwertesten vorbeigeht und sich schon immer alternative Weihnachtssongs wünschten, ist dies hier das absolut prächtigste Weihnachtsgeschenk.
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Mit 52 Minuten ist ‚Moonflowers‘ eine acht Songs umfassende Angelegenheit, die tief in das Herz der trostlosen Seele von Swallow The Sun-Hauptsongwriter Juha Raivio vordringt und mit der der Sänger den Verlust seiner Partnerin verarbeitet. Vom dramatischen ‚Enemy‘ und dem düsteren ‚This House Has No Home‘ bis zum zarten ‚Moonflowers Bloom in Misery‘ und dem wunderschönen ‚The Fight of Your Life‘ ist ‚Moonflowers‘ ebenso lohnend und dynamisch wie vollendet und intim. Die Mitwirkung von Cammie Gilbert (Oceans of Slumber), Antti Hyyrynen (Stam1na) und dem Trio NOX – die eine neu arrangierte klassische Version von ‚Moonflowers‘ in einer finnischen Kirche aufführen, die als Bonus-Album auf einigen der Albumformate enthalten ist – sind weitere Gründe, Swallow the Sun’s neuesten Sprung ins Unbekannte in höchstem Maße zu schätzen.

Das Album lebt von seinen Arrangements mit Streichern und orchestralen Einsätzen, niemals triefenden und echten Gefühlen, düsteren Growls und einer Härte, die der Stimmung angemessen scheint.
Moonflowers wurde in mehreren Studios getrackt, gemischt und gemastert. Gitarrist Juho Räihä übernahm bei seinem SoundSpiral Audio (Wolfheart, Before the Dawn) das Ruder für Death Vocals, Gitarren, Bass und Streicher. Zur gleichen Zeit kümmerte sich Produzent David Castillo um Schlagzeug und klaren Gesang bei Ghost Ward (Leprous, Katatonia). Die fertigen Aufnahmen wurden dann an Jens Bogren zum Mixen und Tony Lindgren zum Mastern in die Fascination Street Studios (Sepultura, Carcass) geschickt. Die NOX-Aufnahmen wurden ebenfalls (live) von Räihä bei SoundSpiral Audio aufgenommen. Während Swallow the Sun schon immer überragende Produktionen genossen hat, ist Moonflowers in seiner Pandemie-Ära und seiner malerischen Reichweite besonders episch.
Erhältlich als Ltd. Deluxe ‚Blue Blood Edition‘ 3LP+2CD & Art Print Box Set, Ltd. 2CD Mediabook, Gatefold 2LP+CD und als digitales Album. Aus produktionstechischen Gründen erscheint das Box Set am 14. Januar 2022, während alle anderen Formate am 19. November 2021 erscheinen.
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In zwanzig Jahren kann eine Menge passieren. Regierungen können stürzen, Weltbilder können sich grundlegend ändern, eine Generation löst die vorherige ab. In der Musikwelt aber sind zwanzig Jahre so etwas wie ein komplettes Zeitalter, eine schiere Ewigkeit. Vielleicht erscheint es einem deshalb so, als wären CALLEJON, die 2022 ihr zwanzigjähriges Bestehen feiern, einfach immer schon da gewesen – mindestens aber, seitdem irgendjemand in Deutschland eine Idee davon hatte, was man sich eigentlich unter dem Begriff ‘Metalcore’ vorstellen kann. Ironie des Schicksals also, dass sich die Band um die beiden Gründungsmitglieder Bastian ‘BastiBasti’ Sobtzick und Bernhard ‘Action’ Horn quasi von Beginn an den Konventionen dieses jungen Genres entzogen hat, um es gerade dadurch entscheidend mitzuprägen.
CALLEJONs selbstgeschaffene Nische des Screamometal mit deutschsprachigen statt englischen Texten, ironisch-augenzwinkerndem Auftreten statt verkrampfter Attitüden-Pose und quietschbunten Comic-Style-Artworks aus der Feder BastiBastis eckte eigentlich fast überall an – wodurch die Band schon früh einige Aufmerksamkeit auf sich zog. Die Furore in der Szene kochte so richtig hoch, als mit ‘Snake Mountain’ CALLEJONs erste Bandhymne die Tanzflächen der deutschen Metaldiscos aufmischte und damit den darin besungenen Masters of the Universe ein furioses, wahnwitzig-ironisch-metallisches Denkmal setzte. Die Entwicklung der Band von hier an, d.h. der Eintritt in den Major-Musikzirkus, die zahlreichen Top-Ten-Platzierungen, die ausverkauften Shows und Touren, die Neuerfindung des Crossover und die weltenumspannende kreative Reise der ständigen künstlerischen Rekalibrierung, ist dann (Musik)Geschichte.
Denn schon auf dem Debutalbum „Willkommen im Beerdigungscafé“ und der darauf folgenden EP „Fauler Zauber Dunkelherz“ hört man all die ungestüme Präsenz, das Stürmen und Drängen, die Wut, den Schmerz, die Liebe, die Hoffnung und Verzweiflung, die explosive Energie und das tiefdunkle Herzblut, sprich all das, was CALLEJON ausmacht und nie losgelassen hat. Diese beiden Veröffentlichungen sind seit etlichen Jahren vergriffenen, wurden häufig als illegales Bootleg oder als gebrauchte Erstpressung zu teilweise wahnwitzigen Summen angeboten, und sind bis jetzt noch nie in digitaler Form erschienen.
Deshalb läuten CALLEJON ihr zwanzigjähriges Bandjubiläum mit der Wiederveröffentlichung dieser beiden hierfür komplett remasterten Klassiker ein. Die Neuauflage markiert den Startschuss für das Jubiläumsjahr der Band, die wohl noch so einige Überraschungen in der Hinterhand hält, um diesen Anlass würdig und spektakulär zu feiern…
„Retrospektive: Willkommen im Beerdigungscafé / Fauler Zauber Dunkelherz“ von CALLEJON erscheint am 19.11.2021 jeweils als limitierte 1LP Coloured Vinyl sowie zusammen als Doppel-CD oder als limitierte Vinyl-Box inkl. Sticker und Vinyl-Slipmat!
Für Anhänger der Band, die auf eine Wiederveröffentlichung der ersten beiden Alben gewartet haben, die leider seit längerem nicht mehr verfügbar waren, ist dies die Gelegenheit, aber auch für Jünger, die endlich eine Vinyl-Version ergattern wollen.
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PsychoYogi, die Idee des Gitarristen, Sängers und Songwriters Chris Ramsing, beziehen ihren komplexen und dennoch halbwegs zugänglichen Sound aus einer Vielzahl von Einflüssen, darunter King Crimson, Captain Beefheart, XTC und Frank Zappa sowie aus dem Orchester- und Kammerkanon von Messiaen, wie Bartok und Stravinsky. Digital Vagrancy ist das vierte Album der Band, das zeitnah nach der letzten Veröffentlichung Dangerous Devices aus dem Jahr 2020 erscheint, das in einer Rezension als „eine Reise durch unvergleichliche Zauberei“ beschrieben wurde.
Auch wenn der Projektname auf meditative und zum Yoga taugliche Musik schließen lässt, so ist die Musik recht komplex und bezieht ihre Strukturen aus Rock, Pop und Jazz mit einigen Anleihen aus dem Canterbury und somit für diese Freizeitaktivitäten nicht sonderlich geeignet.
Für ein recht progressives Album sind die Songs eher im poppigen Längenformat gehalten, so dass die 12 Songs nur auf eine Gesamtspielzeit von 39 Minuten kommen. Wer jazzige und zappaeske Musik mag ist hier gut aufgehoben. Catchy sind die Songs nicht und ein besonderer Wiedererkennungswert lässt sich ebenfalls nicht ausmachen. Trotzdem könnte das Album als neutralisierendes Element für manchmal allzu süße Popmusik öfters im Player landen.
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Mit dem Debütalbum „Brute : One“ wagt „Daniel Gierke“, Mastermind und treibende Kraft von „The Brute :“, nach Jahrzehnten des Komponierens – oder des Klangdestil-lierens – einen Schritt aus dem Schatten heraus in die helle Öffentlichkeit. Doch was er präsentiert gleicht weniger einem Schritt – sondern mehr einem Raketenstart!
Das von „Simon Gibson“ in den „Abbey Road Studios“ final bearbeitete Album war-tet mit scheinbar kontrastierenden Klang-welten auf: Elektronisches trifft auf Rockig-es, cineastisch anmutende Industrialklänge auf eingängige Melodien, Popiges auf wag-nerianisch Pompöses und fügt sich zu einer wunderbaren Synthese verbunden durch Daniels markanter und über alles schwe-bender Stimme, die in teils sehr düsterer, teils selbstironischer Manier Situationen schildert, die gleichzeitig Stationen seines Lebens widerspiegeln.
Unverkennbar sind die Einflüsse der Hoch-zeiten von Elektropop und Elektrorock aus den 80igern und 90igern – alles in die heutige Zeit transportiert. Gleich der Opener „Driving To You“: Wie dafür gemacht, auf der Straße die Lautstärke noch oben zu drehen und bei offenem Fenster die Fahrt zu genießen! Es folgt eine musikalische Berg- und Talfahrt. Ruhige Töne wechseln sich ab mit wütenden und dramatischen Klanggefilden, um in einem kolossalen Soundgewitter zu enden.
Die ersten Klänge des Album, die Stimme, die gesamte Gesangsstruktur, die Arrangements – Arbeiten hier Depeche Mode inkognito als “The Brute”. Das gesamte Album klingt wie eine verschollen geglaubte Platte aus der Phase zwischen “Violator” (1990) und “Playing The Angel” (2005).
Mehr braucht man zu diesem Album nicht mehr zu schreiben.
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Toehider aus Melbourne haben angekündigt, dass ihre gefeierte 12in12-EP-Serie in diesem Jahr auf CD und digitalen Formaten neu veröffentlicht wird, um 12 Jahre 12in12 zu feiern.
The First Six und The Last Six werden als 2CD-Sets mit allen 12 von Toehider zwischen 2008-2009 veröffentlichten EPs erhältlich sein, während jede einzelne EP digital mit vollständigem Künstlerkommentar zu jedem einzelnen Track von MIKE MILLS neu veröffentlicht wird.

Nach der Veröffentlichung ihrer Debüt-EP im Jahr 2008 erregten Toehider die Aufmerksamkeit der Welt, indem sie in 12 Monaten beeindruckende 12 EPs veröffentlichten, die alles von peppigem Pop und Heavy Progressive Metal bis hin zu Kinderhörbüchern und entspanntem Folk abdecken, jeweils komplett mit einzigartigem Artwork und ein 2-seitiger Comic des Illustrators Andrew Saltmarsh aus Brisbane.
Toehider ist das Gemeinschaftsprojekt des Sängers/Multiinstrumentalisten MIKE MILLS und des Grafikdesigners ANDREW SALTMARSH. Mit der Veröffentlichung der EPs wurde eine Live-Band gegründet, die einen aktiveren Tourplan ankurbelte, Shows mit den Australiern UNITOPIA, SLEEPMAKESWAVES & TWELVE FOOT NINJA spielte, bevor sie schließlich mit Acts wie DEVIN TOWNSEND, THE PROTOMEN, THE BEARDS & CALIGULA’S HORSE national und international auf Tour gingen.
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VOLUMES haben während der Pandemie regelmäßig neue Songs veröffentlicht. Nun hat die Band bestätigt, dass sie ihr neues Album Happier? am 19. November über Fearless Records veröffentlichen. Auch das Video zur neuen Single “Bend” hat die Band bereits veröffentlicht.
”Bend’ handelt davon, wie in einer Beziehung manchmal eine Person eine andere zerbrechen kann, während sie sich die ganze Zeit nie beugen oder brechen”, sagt Sänger Michael Barr. “Es geht wirklich darum, wie wir uns leicht in jemand anderen verwandeln und anfangen können uns gegenseitig niederzureißen.”
2010 stürmten Volumes mit The Concept of Dreaming EP in die Hardrock-Szene. Via folgte 2011 und No Sleep kam 2014. Nachdem sie sich 2015 zunächst von Barr getrennt hatte, blieb die Band produktiv und veröffentlichten Different Animals [2017] und die Coming Clean EP [2019]. Ihre Gesamtzahl an Streams überstieg 40 Millionen, als sie internationales Lob von Alternative Press, New Noise Magazine, Rock Sound, Metal Injection und anderen erhielten. Barr kehrte zurück in die Falte im Jahr 2020.
Die ersten beiden Songs des Albums (FBX, Malevolent) haben es wirklich in sich und treiben die ersten Schweißperlen mit hartem Djent-Gebasse, Screams und Growls auf die Hörerstirn. Man freut sich auf ein Album, das stark Richtung TesseracT tendiert, doch dann lässt die Qualität aber nach und man begibt sich fast auf die genretypische Metalcore-Schiene. Man On Fire ist hier nochmal etwas herauszuheben, aber sonst spielt sich alles im bekannten Schema ab. Trotzdem kann man dem Album eine bessere Wertung als den üblichen Metalcore-Vertretern vergeben.
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Nirvana gehören zu den wichtigsten Bands der Rockgeschichte. Sie waren Pioniere des Grunge und machten den Indierock mainstreamfähig. Außerdem wurden sie und ihre Musik Anfang der 1990er-Jahre zu einem Sprachrohr der Jugend. Dazu trug auch ihr Album »Nevermind« einen großen Teil bei. Der Meilenstein feiert 2021 seinen 30. Geburtstag. Passend dazu erscheinen vier besondere 30th Anniversary Editions.
»Nevermind« wurde ursprünglich am 24. September 1991 veröffentlicht, zwei Jahre nach ihrem Debüt »Bleach«. Es ist das zweite Studioalbum der Band und gleichzeitig das erste mit Schlagzeuger Dave Grohl, der zuvor Aaron Burckhard abgelöst hatte. Das Album wurde von Grohl, Sänger Kurt Cobain und Bassist Krist Novoselic zusammen mit Produzent Butch Vig in den Studios Sound City (Van Nuys, California) und Smart (Madison, Wisconsin) aufgenommen. Es umfasst zwölf Tracks beziehungsweise 13 auf späteren Pressungen (Hidden Track), von denen die Songs »Smells Like Teen Spirit«, »Come As You Are«, »Lithium« und »In Bloom« als Singles erschienen.
»Nevermind« wurde ein unerwarteter kommerzieller Erfolg. Es erreichte Platz eins der US Billboard 200 und verkaufte sich in dieser Zeit etwa 300.000 Mal pro Woche. Die Leadsingle »Smells Like Teen Spirit« landete auf Platz sechs der US Billboard Hot 100, in Deutschland sogar auf Platz zwei. Bis heute verkaufte sich das Album weltweit über 30 Millionen Mal und ist damit eines der meistverkauften Alben aller Zeiten.
Für die Neuauflage wurde es jetzt von den analogen Originalbändern komplett neu gemastert und erscheint in folgenden Jubiläums-Konfigurationen. Das Remastering fällt angenehm auf, da es sich relativ zurückhält, aber dennoch Novoselics Bass etwas weiter nach vorne stellt, Grohls Schlagzeug fein herausarbeitet und Cobains Stimme noch ein klein wenig rauher wirken lässt. Somit entsteht eine Räumlichkeit, die sich im Vergleich zur 1991 erschienenen CD wunderbar heraushebt. Gehört wurde die Limited LP Box inklusive 7”-Single im Vergleich mit der 1991er CD-Version und »Endless, Nameless« als Hidden Track.
Als LP inklusive 7ʺ-Single. Hier wurde die LP-Version mit dem neu gemasterten Album zum ersten Mal zu einem Premium-Tip-On-Gatefold-Jacket erweitert und enthält eine brandneue 7″ Vinyl von »Endless, Nameless« mit den B-Seiten »Even In His Youth« und »Aneurysm«.


Als Deluxe-Doppel-CD mit dem neu gemasterten Album und Ausschnitten aus vier Konzerten der Nevermind-Tour aus Amsterdam, Del Mar (Kalifornien), Melbourne und Tokio.
Als Limited Boxset mit fünf CDs und Blu-ray Disc, die neben dem neu gemasterten Album vier komplette Konzerte der Nevermind-Tour aus Amsterdam, Del Mar, Melbourne und Tokio enthalten. Zusätzlich ist eine Blu-ray mit dem kompletten und neu remasterten HD-Konzertvideo von »Live In Amsterdam« enthalten. Außerdem wartet in diesem Set ein 40‑seitiges Hardcover-Buch mit unveröffentlichten Fotos.
Last but not least gibt es ein Limited Vinyl Boxset mit acht 180g-LPs mit dem neu gemasterten Album, den vier Konzertmitschnitten und ebenfalls mit der 7ʺ-Single von »Endless, Nameless« mit den B-Seiten »Even In His Youth« und »Aneurysm« sowie dem 40‑seitigen Hardcover-Buch mit unveröffentlichten Fotos.
Zwischen klanglicher Spannung und mystischem Wave schöpft das Universum von Mona Kazu seine Inspiration aus Noise, Jazz, Indie Rock, Coldwave … mit einer Stimme mit vielen Facetten als rotem Faden.
Ihr 3. Album „Steel Your Nerves“ erscheint am 12. November 2021 bei Falls Avalanche Records , Urgence Disk Records und Atypeek Music . Scheinbar schwarz, injiziert Mona Kazu eine breite Palette von Farben in Klang und poetische Wellen, in denen der Kampf (gegen Dummheit, Patriarchat, Apathie, die eigenen Dämonen …) Schulter an Schulter mit dem Traumhaften in dem Wunsch liegt, über die Schönheit hinauszugehen, die gefunden werden kann in allem.
Für ihre Aufnahmen haben Priscille Roy und Franck Lafay den Schlagzeuger Régïs Boulard (Sons of the Desert, Olivier Mellano …) eingeladen, der für sein erfinderisches Spiel und seine große Musikalität bekannt ist. Diese neue Formel führte sie in die Richtung, die sie schon lange einschlagen wollten: direktere Kompositionen, die die Sensibilität des Spiels und die Emotionen betonen.
Sollte man Vergleiche ziehen wollen, dann fallen einem höchstens die innovativen Bands der 1990er ein: My Bloody Valentine, Swans, Pink Turns Blue oder This Mortal Coil, an einigen rezitativen Stellen vielleicht noch Anne Clark oder im noisigen Bereich die Pixies.
Lange nicht mehr solche Kombinationen und Intensitäten aus Wave, Noise, Jazz und Weltmusik gehört. Die Grundstimmung passt jedenfalls zur Jahrszeit der Albumauskopplung. Atypeek Music beweisen wieder mal ihr feines Händchen für ausgefallene Musik.