
The Holy Ghost liefern mit "Ignore Alien Orders" ein Album ab, das sich als kraftvolle Hommage an die Wurzeln des Alternative-Rocks erweist. Von Anfang bis Ende schüttelt dieses Werk den Staub vergangener Jahrzehnte ab und verleiht der Musik der 80er und 90er einen modernen Anstrich.
Der Opener "The Non-Dual" zieht den Hörer sofort in die Welt von The Holy Ghost. Mit rasanten Gitarrenriffs und kraftvollen Drums zeigt sich hier die unverkennbare Handschrift der Band. Die Texte sind durchdacht und haben oft eine politische und spirituelle Note, die sich durch das gesamte Album zieht.
"Robot Creeps" und "Pattern Breaker" setzen den Energiepegel hoch und bieten eine Mischung aus Aggressivität und Melodie, die an Bands wie Hüsker Dü und Dinosaur Jr erinnert. Die Gitarrenarbeit ist beeindruckend und Jens Åker's Gesang bringt die Lyrics mit der nötigen Intensität rüber.
Doch "Ignore Alien Orders" überrascht auch mit Vielfalt. "Brownshirt Trojan" zeigt eine sanftere Seite der Band, während "Worker's Curse" und "Keep Walking - Keep Rising" wieder die lauten, verzerrten Gitarren in den Vordergrund stellen. Das Album kulminiert in "Alienation Blues", einem kraftvollen Abschluss, der das Beste aus The Holy Ghost herausholt.
Die Neuverpflichtungen von Uffe Cederlund an der Gitarre und Niklas Korssell am Schlagzeug haben der Band zweifellos neue Impulse gegeben. Die Songs sind reifer und vielschichtiger als je zuvor, ohne dabei ihre Wurzeln zu verleugnen.
Insgesamt verdient "Ignore Alien Orders" eine Bewertung von 8/10. Es ist ein beeindruckendes Werk, das die Seele der Alternative-Musik vergangener Zeiten einfängt und sie in die Gegenwart katapultiert. Ein Muss für Fans der genannten Einflüsse und für alle, die hochenergetischen Rock mit Tiefgang zu schätzen wissen. Die Platte beweist, dass The Holy Ghost trotz ihrer turbulenten Geschichte immer noch in der Lage sind, mitreißende Musik zu schaffen.