"Magritte" ist eine Reise durch Prächtigs facettenreiche Welt. Die Mischung aus Indie-Folk, Swing und Country verleiht jedem Song eine einzigartige Note. Die Verbindung von ernsten Themen mit einer leichten Lebendigkeit zeigt sich in jedem der zwölf Stücke. Die Aufnahmen, über die Nordsee hinweg koordiniert, sind ein kühnes Unterfangen, zahlen sich aber aus. Die Spontaneität, die in den Zoom-Meetings entsteht, verleiht dem Album eine Frische, die man selten findet.
Die Zusammenarbeit mit erstklassigen Musikern wie Lars Plogschties und Valentin Kollenda verleiht jedem Track eine besondere Dynamik. Besonders hervorzuheben ist die Vielseitigkeit von Prächtig, der von nachdenklichen Texten bis zu optimistischen T-Shirt-Sprüchen alles abdeckt. Die Verbindung zu René Magritte durch das Artwork ist ein weiterer gelungener Schachzug, der dem Album eine zusätzliche künstlerische Dimension verleiht.
Trotzdem bleibt "Magritte" nicht ohne Kritik. Einige Tracks könnten in der Tiefe mehr erkunden, und die Risikobereitschaft bei der Songstruktur könnte für einige Hörer gewöhnungsbedürftig sein. Insgesamt bietet das Album jedoch eine eindrucksvolle Mischung aus Innovation und Tradition im Indie-Folk-Genre.