
In Lithas selbstbetiteltem Debütalbum offenbart sich ein rohes Gefühlskaleidoskop. Der Wechsel von düsteren Klanglandschaften zu aggressiven Ausbrüchen spiegelt Andrews emotionale Reise wider. Die brachiale Wucht von "Bite The Hand" kontrastiert mit der zarten Melancholie von "Wearing Away". Litha navigiert geschickt durch die Abgründe der eigenen Psyche, verweigert jedoch manchmal den Hörer*innen den nötigen Atemraum. Trotzdem ist diese musikalische Selbstfindung ein kraftvoller Schritt für Andrew Black. Die hypnotische Anziehungskraft von "Thirst" ist ein Höhepunkt, der die Reise durch Lithas Klanglandschaften unvergesslich macht. Mit einer Wertung von 7/10 zeigt Litha, dass die Suche nach innerem Frieden oft von düsterer Schönheit begleitet wird.