Feelantropicoco von Akersborg: Avantgardistischer Hardcore, der die Grenzen sprengt

  • Artist: Akersborg
  • Album: Feelantropicoco
  • Label: Vinter Records
  • VÖ: 17.11.2023

Die Osloer Formation Akersborg präsentiert mit "Feelantropicoco" ein Album, das sich hartnäckig in keine Genre-Schublade pressen lässt. Von Dag von Krogh initiiert, bricht die fünfköpfige Band mit Tobias Ørnes Andersen, Simen Følstad Nilsen, Jacob Jones und Torgeier Beyer kühn musikalische Barrieren. Doch lässt sich dieses avantgardistische Hardcore-Werk auf dem Label Vinter Records wirklich durchschauen? Hier ist unser Blick auf das Album.


Akersborgs "Feelantropicoco" ist ein musikalisches Abenteuer, das den Hörer auf unerwartete Reisen durch Klanglandschaften mitnimmt. Die Kombination aus verzerrten Gitarren, Screamo und eingängigen Hooks verleiht dem Album eine einzigartige Dynamik. Der rohe, energetische Sound erinnert an legendäre Werke wie Refuseds "A Shape Of Punk To Come".

Die Albumstruktur ist bemerkenswert, wobei Tracks wie "Breaking out of the Odyssey" und "Pit Reflections" herausstechen. Die Gäste Agnete Kjølsrud, Maciek Ofstad, Anders Ugmod und Bendik Brænne fügen dem Album eine zusätzliche Dimension hinzu.

"Feelantropicoco" ist mehr als nur Musik; es ist eine kritische Reflexion unserer modernen Gesellschaft, verpackt in einem schillernden, scheinbar unbeschwerten Gewand. Die Titel mögen verspielt klingen, aber darunter verbirgt sich eine tiefe Komplexität und ein künstlerischer Anspruch.

Trotzdem bleibt das Album nicht fehlerfrei. Manchmal wirkt die Verschmelzung der Genres etwas erzwungen, und der kritische Kommentar zur Gesellschaft könnte prägnanter sein. Insgesamt jedoch liefert Akersborg ein Album, das die Erwartungen herausfordert und eine reiche, ifferse Palette musikalischer Einflüsse bietet.

7/10


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