
Abduction's neuestes Werk, "Toutes Blessent, la Dernière Tue", reflektiert eine Band, die sich in ihrem eigenen Klanggewand verliert. Die Melodien, von Guillaume Fleury geschaffen, oszillieren zwischen elektrischer Intensität und beruhigenden Akustikteilen. Mathieu Taverne's französische Texte erkunden den Lauf der Zeit, den Tod und historische Figuren, verwebt mit zeitgenössischen Problemen.
Das Album, in Brüssel aufgenommen, zeigt einen Reifeprozess in Abductions musikalischem Handwerk. Die Mischung aus Direktheit und komplexen Arrangements verleiht dem Werk eine eigene Identität. Doch trotzdem fehlt es manchmal an der erwarteten Tiefe. Der Höhepunkt des Albums, "Allan" (Mylène Farmer Cover), überrascht angenehm und zeigt die Vielseitigkeit der Band.
Insgesamt hinterlässt "Toutes Blessent..." gemischte Gefühle. Während Abduction in ein neues Kapitel ihres Schaffens übergeht, scheint die Suche nach Perfektion manchmal die Essenz ihres ursprünglichen, persönlichen Stils zu überdecken.