OAK: So geht moderner Prog, bestenfalls New Art Rock

Geschrieben von AMoell
Artist: OAK
Album: The Quiet Rebellion Of Compromise
Label: Karisma Records
VÖ: 11.11.2022

The Quiet Rebellion Of Compromise, das heute bei Karisma Records erscheint, ist das bisher dynamischste Album von Oak, mit einer breiten Palette von Einflüssen, die durchscheinen. Wir befinden uns immer noch in einem sehr vertrauten Oak-Territorium, aber mit einigen schärferen Kanten und einigen überraschenden Drehungen und Wendungen. Nach ihrem Vorgängeralbum False Memory Archive hat sich die Band vorgenommen, zur Abwechslung mal ein paar kürzere Songs zu schreiben – und ist am Ende bei ihren bisher längsten Songs gelandet. Wie auf ihren anderen Alben gibt es subtile Hinweise auf vergangene und zukünftige Songs im Oak-Universum.


Das Album selbst ist das perfekte Beispiel dafür, was entsteht, wenn eine Gruppe von Musikern mit unterschiedlichem Hintergrund zusammenkommt, um Musik zu machen. Mit einem Können, das von klassischem Klavier über Electronica bis hin zu Prog und Hard Rock reicht, besteht OAKs Besetzung aus Simen Valldal Johannessen an Gesang, Klavier und Tasten, Øystein Sootholtet an Bass, akustischen und elektrischen Gitarren, Sigbjørn Reiakvam an Schlagzeug, Percussion und Programmierung , Keyboards und Gitarren und Stephan Hvinden an Lead-, Rhythmus- und Slide-Gitarren ist es gelungen, einen Sound zu produzieren, der sich sowohl durch die Alternative- als auch die Progressive-Rock-Szene schlängelt.

Das mit Abstand dynamischste Album von OAK, The Quiet Rebellion of Compromise, präsentiert sich schärfer als seine beiden Vorgänger. Mit einigen Überraschungen auf dem Weg dorthin ist der Sound immer noch unverkennbar OAK und bietet einen subtilen Einblick in das, was von der Band vorher war und was noch kommen wird.

Was dieses Album jedoch zu etwas Besonderem macht, ist sein Thema – das häufig missverstandene Thema psychische Gesundheit mit einem Fokus auf Selbstmord. Aber um es ganz klar zu sagen: OAK hat der Versuchung widerstanden, diese Dinge in die „sensationelle“ Sichtweise zu verfallen. Stattdessen haben sie diese kontroversen Themen mit dem Respekt und der Sympathie behandelt, die sie verdienen, und den Rat erfahrener Gelehrter eingeholt, damit die Botschaft klar rüberkommt.

OAKs akribische Bemühungen mit The Quiet Rebellion of Compromise spiegeln sich sogar im Coverdesign wider, das von Remi Juliebø / Deformat stammt. Basierend auf der Totenmaske eines unbekannten Ertrinkungsopfers aus dem Paris der 1880er Jahre, bekannt als "L'Inconnue de la Seine", ist Anne-Marie Forkers Fotografie ein ergreifender Hinweis auf das Thema des Albums, während die Schriftart selbst teilweise auf der Handschrift von zwei echten Abschiedsbriefen basiert .

 

9.5Unsere Bewertung

 

 

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